Bild folgtKI-generierte IllustrationDrosera intermedia
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Mittleren Sonnentau (Drosera intermedia) an seinen aufrechten, löffelförmigen Blättern, die mit rötlichen Drüsenhaaren besetzt sind und wie mit glitzerndem Tau benetzt wirken. Diese faszinierende Pflanze ist eine Bereicherung für jedes Moorbeet, da sie als fleischfressende Art eine ganz besondere ökologische Nische besetzt. In der Natur ist sie selten geworden und steht auf der Roten Liste, weshalb du mit ihrer Ansiedlung aktiven Artenschutz betreibst. Besonders Libellen wie die Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum) lassen sich oft in ihrer direkten Umgebung beobachten. Wenn du einen nassen, sonnigen Platz im Garten hast, wird dieser kleine Jäger dich mit seiner bizarren Schönheit begeistern.
Gefährdeter Moorbewohner: Faszinierender Insektenfänger für dein Sumpfbeet.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten spielt der Mittlere Sonnentau eine wichtige Rolle in der Lebensgemeinschaft von Feuchtgebieten. Er zieht verschiedene Fluginsekten an, die ihm als Nahrungsquelle dienen, bietet aber gleichzeitig spezialisierten Arten einen Lebensraum. Die Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum) ist eine der Arten, die regelmäßig an seinen Standorten anzutreffen sind. Da die Pflanze auf der Roten Liste (Kategorie 3 - gefährdet) geführt wird, ist jeder Standort im Garten ein wichtiger Trittstein für den Erhalt der Art. Die Ausbreitung erfolgt durch sehr leichte Diasporen (Ausbreitungsorgane wie Samen), die nur 0,0204 mg wiegen und theoretisch durch Wind über weite Strecken getragen werden können.
Der Mittlere Sonnentau wird als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren solltest du ihn daher an einem unzugänglichen Ort, etwa in einem erhöhten Kübel oder inmitten einer unzugänglichen Sumpfzone, platzieren. Die Klebedrüsen der Blätter können bei direktem Kontakt empfindliche Haut leicht reizen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.059 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf (Ellenberg 8): Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Feuchtigkeit (Ellenberg 9): Halte den Boden dauerhaft nass; ein Platz direkt in der Sumpfzone oder im Moorbeet ist ideal.
Bodenbeschaffenheit (Ellenberg 2): Als Schwachzehrer (Pflanze für magere Böden) benötigt er extrem nährstoffarmes, saures Substrat wie ungedüngten Torfersatz.
Säuregehalt (Ellenberg 2): Der Boden muss sauer reagieren; kalkhaltiges Leitungswasser ist für die Bewässerung ungeeignet.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling zwischen März und Mai, damit sie sich vor der Blüte gut einwurzeln kann.
Pflege: Da sie nicht verholzt, ist kein Rückschnitt nötig; entferne im Frühjahr lediglich vorsichtig abgestorbene Reste aus dem Vorjahr.
Vermehrung: Die winzigen Samen (0,0204 mg) verbreiten sich über den Wind; im Garten ist eine gezielte Aussaat in feuchtes Moos möglich.
Gute Partnerin: Das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) – es hat identische Ansprüche an Nässe und Säuregehalt und bietet einen schönen Kontrast.
Der Mittlere Sonnentau gehört zur Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind Übergangsmoore und Schlenken (wassergefüllte Vertiefungen in Mooren), was ihn zu einem Spezialisten für extrem feuchte Standorte macht. Er wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und bleibt mit einer Wuchshöhe von genau 0,06 m sehr zierlich. Die breitblättrigen Fangblätter haben eine Fläche von etwa 21,67 mm² und dienen dazu, auf nährstoffarmen Böden die Stickstoffversorgung durch Insektenfang sicherzustellen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →