Bild folgtKI-generierte IllustrationDrosera longifolia
Auch bekannt als: Drosera longifolia
Unverwechselbar ist der Langblättrige Sonnentau (Drosera longifolia) durch seine aufrechten, schmalen Fangblätter, die mit rötlichen Drüsenhaaren besetzt sind und an deren Spitzen klebrige Sekrettröpfchen wie Tau in der Sonne funkeln. Diese faszinierende Pflanze ist ein hochspezialisierter Überlebenskünstler für Moore und extrem nährstoffarme Standorte, an denen andere Pflanzen kaum eine Chance haben. In deinem Garten übernimmt er eine besondere ökologische Rolle, da er als Zeigerpflanze für intakte, feuchte Lebensräume fungiert. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert er die Artenvielfalt deines Feuchtbiotops ungemein. Wenn du ein Moorbeet oder einen sehr nassen Teichrand hast, ist dieser fleischfressende Gast genau die richtige Wahl für dich.
Der biologische Fliegenfänger: Faszinierende Jagd im eigenen Moorbeet.
In der freien Natur ist der Langblättrige Sonnentau eine Schlüsselart für hochspezialisierte Moorechosysteme. Da er auf Standorten wächst, die für die meisten anderen Pflanzen zu nährstoffarm sind, besetzt er eine einzigartige ökologische Nische. Er dient als Bioindikator (Anzeiger für den Zustand eines Ökosystems) für die Qualität von Feuchtgebieten. Obwohl keine detaillierten Daten zu spezifischen Bestäubern oder Raupen vorliegen, trägt er zur Komplexität der Nahrungskette bei, indem er die Populationen kleiner Insekten an seinem Standort reguliert. In deinem Garten hilft er dabei, das natürliche Gleichgewicht in feuchten Biotopen zu fördern.
Der Langblättrige Sonnentau (Drosera longifolia) ist laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Da er spezielle Verdauungsenzyme nutzt, sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Bei Unfällen oder Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achte darauf, dass neugierige Haustiere die empfindlichen Fallen nicht beschädigen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 bis 8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag.
Feuchte 9: Der Boden muss dauerhaft nass sein; Staunässe ist für diese Art lebensnotwendig.
Nährstoffe 2: Setze die Pflanze in extrem nährstoffarmes Substrat; dünge sie niemals, da dies zum Absterben führt.
Reaktion 3: Achte auf ein stark saures Milieu, ideal ist ein spezielles Moorbeet-Substrat ohne Kalkzusatz.
Pflanzzeit Frühling: Setze den Sonnentau zwischen April und Mai ein, damit er sich vor der Blüte etablieren kann.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung im September oder Oktober ist möglich, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Pflege: Entferne keine alten Blätter im Winter, da sie als Schutz dienen; die Pflanze zieht sich in eine Winterknospe zurück.
Gute Partnerin: Das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) passt hervorragend, da es die gleichen extremen Standortansprüche an Nässe und Säure teilt.
Der Langblättrige Sonnentau (Drosera longifolia) gehört zur Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen. Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort vorzugsweise Hochmoore (Regenwasser gespeiste, saure Moore) und Zwischenmoore. Als krautige Pflanze hat er sich an extrem stickstoffarme Böden angepasst, indem er Insekten fängt und verdaut. Morphologisch auffällig sind die Drüsenhaare (Tentakel) auf den Blättern, die bei Berührung durch Beutetiere eine Krümmung vollziehen, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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