Bild folgtKI-generierte IllustrationDrosera × obovata
Auch bekannt als: Bastard-Sonnentau
An ihren eleganten, verkehrt-eiförmigen Fangblättern lässt sich Drosera ×obovata sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein natürlicher Hybrid unserer heimischen Sonnentau-Arten und besetzt als fleischfressende Spezialistin eine faszinierende Nische im Ökosystem Moor. Sie ist perfekt an extrem nährstoffarme Bedingungen angepasst und zeigt uns, wie Überlebensstrategien in der Natur funktionieren. Da sie als Hybrid oft unfruchtbar ist, sichert sie ihren Fortbestand über viele Jahre am selben Standort. Wenn du ein Moorbeet oder eine Sumpfzone im Garten hast, kannst du mit ihr einen wertvollen Beitrag zum Erhalt dieser seltenen Genetik leisten. Du wirst staunen, wie sie sich im Zusammenspiel mit spezialisierten Pilzen im Boden behauptet.
Faszinierende Jägerin im Moorbeet: Ein seltener Naturhybrid für Spezialisten.
Drosera ×obovata ist eine hochspezialisierte Art der Moorstandorte und trägt zur genetischen Vielfalt dieser bedrohten Lebensräume bei. Durch ihre karnivore Lebensweise (Fleischfresserei) reguliert sie Kleinstinsekten in ihrem unmittelbaren Umfeld. Nach aktuellen Daten geht sie zudem eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine enge Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) ein, was ihre Widerstandsfähigkeit an extrem mageren Standorten stärkt. Obwohl sie als Hybrid meist steril ist und keinen keimfähigen Samen bildet, dient sie als dauerhafter Bestandteil der Moorgemeinschaft. In einem ökologisch geführten Garten unterstützt sie das empfindliche Gleichgewicht in spezialisierten Sumpfbiotopen. Sie ist ein lebendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit heimischer Pflanzen an extreme Umweltbedingungen.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft und enthält Inhaltsstoffe wie Plumbagin, die bei Kontakt oder Verzehr zu Reizungen führen können. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere die Fangblätter nicht in den Mund nehmen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ein bewusster Platz im hinteren Bereich des Moorbeets ist ratsam.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 bis 8 Stunden direktem Licht für eine kräftige Rotfärbung.
Halte das Substrat ganzjährig nass, am besten durch eine dauerhafte Anstaubewässerung (Wasserspiegel kurz unter der Oberfläche).
Verwende ausschließlich kalkfreies Regenwasser oder destilliertes Wasser, da die Pflanze empfindlich auf Kalk reagiert.
Pflanze in ein extrem nährstoffarmes, saures Substrat (Spezialerde für Moorbeetpflanzen ohne Düngerzusatz).
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai, damit sich die Wurzeln vor der Hitze etablieren können.
Verzichte komplett auf Dünger, da die Pflanze ihren Nährstoffbedarf selbst reguliert und Wurzelschäden drohen.
Achte auf eine offene Bodenstruktur und vermeide eine Überwucherung durch schnellwüchsige Moose.
Gute Partnerin: Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium) – es bevorzugt die gleichen nassen, sauren Bedingungen und bietet einen strukturgebenden Kontrast.
Drosera ×obovata gehört zur Familie der Sonnentaugewächse (Droseraceae) und ist die natürliche Kreuzung zwischen dem Rundblättrigen Sonnentau (Drosera rotundifolia) und dem Langblättrigen Sonnentau (Drosera anglica). Sie besiedelt in Deutschland vorwiegend Hochmoore (regenwassergespeiste, saure Moore) und Übergangsmoore. Typisch für diesen Hybriden ist die Blattform, die genau zwischen den runden und den langgestreckten Blättern der Elternarten liegt. Als karnivore Pflanze deckt sie ihren Stickstoffbedarf durch den Fang von Insekten, während sie gleichzeitig eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht. In der Natur ist sie oft dort zu finden, wo beide Elternarten gemeinsam vorkommen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →