Bild folgtKI-generierte IllustrationDryocopus martius
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Mit seinem tiefschwarzen Gefieder, dem markanten roten Scheitel und der beachtlichen Größe eines Raben ist der Schwarzspecht (Dryocopus martius) im Garten unverkennbar, wenn er mit seinem weittragenden, wiehernden Ruf auf sich aufmerksam macht. Als größter heimischer Specht ist er vorwiegend ein Insektenfresser, der mit seinem kräftigen Schnabel tief im Holz nach Ameisen und Larven sucht. Ergänzend sucht er zur Nahrungssuche Gehölze wie die Gewöhnliche Fichte (Picea abies), die Gewöhnliche Kiefer (Pinus sylvestris) oder Beerensträucher wie die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) auf. Er ist ein Standvogel (bleibt ganzjährig im Brutgebiet) und zimmert seine großen Nisthöhlen bevorzugt in alte, dicke Bäume. Da er enorme Reviere beansprucht, besucht er Gärten meist nur zur Nahrungssuche in Waldnähe. Du kannst ihn unterstützen, indem Du alte Bäume und Totholz (abgestorbenes Holz) im Garten belässt, statt sie zu entfernen. Ein klassischer Nistkasten ist für diesen Riesen meist zu klein, er braucht den natürlichen Stamm. Auch das Pflanzen von Gehölzen wie der Gewöhnlichen Vogelbeere (Sorbus aucuparia) oder der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) bietet ihm wertvolle Ressourcen. Sein Wirken als Höhlenbauer ist ökologisch wertvoll, da viele andere Arten seine verlassenen Quartiere weiternutzen.
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Wie alle heimischen Vogelarten ist der Schwarzspecht gesetzlich besonders geschützt. Das Stören an der Bruthöhle sowie das Fällen von Höhlenbäumen sind streng untersagt. Da die Tiere sensibel auf Störungen reagieren, solltest Du bei Beobachtungen im Garten stets eine respektvolle Distanz wahren.
Der Schwarzspecht gehört zur Familie der Spechte (Picidae) innerhalb der Ordnung der Spechtvögel. Er ist über weite Teile Eurasiens verbreitet und besiedelt in Deutschland, Österreich und der Schweiz bevorzugt strukturreiche Wälder mit altem Baumbestand. Als Charakterart gilt er wegen seiner Größe und dem meißelartigen Schnabel als unverwechselbar gegenüber kleineren Spechtarten. Er lebt streng territorial (verteidigt ein festes Gebiet) und nimmt als wichtiger Höhlenlieferant eine Schlüsselrolle im Ökosystem Wald ein.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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