Bild folgtKI-generierte IllustrationDryopteris borreri
Auch bekannt als: Dryopteris borreri
An seinen markanten, goldbraun beschuppten Blattstielen lässt sich Borrers Schuppen-Wurmfarn sofort erkennen. Typisch für diesen heimischen Farn ist der trichterförmige Wuchs der kräftigen, oft wintergrünen Wedel. Im Naturgarten ist er eine tragende Säule für schattige Bereiche, da er ein kühles Mikroklima (lokales Kleinklima) schafft. Hier finden nützliche Amphibien wie die Erdkröte (Bufo bufo) und der Grasfrosch (Rana temporaria) einen wichtigen Rückzugsort vor sommerlicher Hitze. Du machst alles richtig, wenn du dieses „lebende Fossil“ als strukturbildendes Element nutzt, um dunkle Gartenecken ökologisch aufzuwerten.
Der heimische Schattenkönig: Urzeit-Charme und kühler Rückzugsort für Amphibien.
Obwohl dieser Farn keine Blüten besitzt und somit keinen Nektar bietet, ist sein ökologischer Wert für die Gartenfauna hoch. Er fungiert als wertvoller Strukturbildner und Feuchtigkeitsspeicher, der die Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) im Boden fördert. Die dichten Wedel bieten Schutz für bodenbewohnende Tiere und sind ein Jagdrevier für nützliche Spinnen. Durch die Verdunstung über die großen Blattflächen trägt er aktiv zur Kühlung deiner Gartenbereiche bei. Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist er zudem ein wichtiger Baustein für die Biodiversität in schattigen Waldgartensystemen.
Bitte beachte, dass Borrers Schuppen-Wurmfarn nicht kindersicher ist, da alle Pflanzenteile Giftstoffe enthalten. Achte darauf, dass vor allem kleine Kinder keine Teile der Pflanze in den Mund nehmen. Im Notfall erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Licht 3: Wähle einen schattigen Platz im Garten, idealerweise an einer Nordwand oder unter Gehölzen.
Feuchte 5: Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden; die Erde sollte nie vollständig austrocknen.
Boden: Als Mittelzehrer genügt ihm normaler Gartenboden, der neutral bis schwach sauer ist.
Pflanzzeit: Setze den Farn am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Temperatur: Da er kühlere Lagen bevorzugt, vermeide Hitzestau-Plätze an versiegelten Flächen.
Abstand: Plane etwa 60 bis 70 Zentimeter zu Nachbarpflanzen ein, damit sich der Blatttrichter entfalten kann.
Pflege: Lass das alte Laub im Winter als Kälteschutz stehen und schneide es erst kurz vor dem neuen Austrieb im Frühjahr ab.
Gute Partnerin: Die Wald-Segge (Carex sylvatica) gedeiht unter identischen Bedingungen und ergänzt das feine Farnlaub durch ihre grasartige Struktur.
Borrers Schuppen-Wurmfarn gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) und ist eine in Deutschland und Österreich heimische Art. Sein natürlicher Lebensraum sind frische, schattige Wälder und Waldränder, oft in kühleren, nördlichen oder alpinen Lagen. Morphologisch unterscheidet er sich durch seine doppelt gefiederten Blätter und die auffällige Beschuppung der Mittelrippe. Als indigenes (einheimisches) Gewächs ist er perfekt an unser Klima angepasst und gilt laut Roter Liste als nicht gefährdet.
2 Videos zu Borrers Schuppen-Wurmfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →