Bild folgtKI-generierte IllustrationDryopteris oreades
Auch bekannt als: Dryopteris oreades
Wer den Geröll-Wurmfarn (Dryopteris oreades) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen fein gefiederten, trichterförmig angeordneten Wedeln ist er eine edle Erscheinung für die schattigen Bereiche Deines Gartens. Da diese Art auf der Roten Liste steht und als extrem selten gilt, leistest Du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Flora. Er ist ein typischer Indigen (eine bei uns ursprünglich einheimische Art) der Gebirgsregionen und bringt eine urige Wildnis-Atmosphäre direkt vor Deine Haustür. Das dichte Blattwerk bietet zudem einen wichtigen Rückzugsort für Erdkröten oder Laufkäfer, die in Deinem Garten auf Schneckenjagd gehen. Gönne diesem seltenen Gast ein ruhiges Plätzchen!
Ein seltener Gebirgsgast mit 0.57 m purer Eleganz für Deine schattigen Plätze.
Der Geröll-Wurmfarn bildet als Farn keine Blüten und somit keinen Nektar, übernimmt aber andere Schlüsselfunktionen im Ökosystem. Mit einer Wuchshöhe von 0.57 m bietet er bodennah lebenden Tieren ein kühles und feuchtes Mikroklima. Er geht eine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert und die Bodenstruktur stabilisiert. Seine Vermehrung erfolgt über Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die so leicht sind (0.0 mg), dass sie vom Wind über weite Strecken getragen werden können. In Deinem Garten fördert er die Vielfalt seltener Spezialisten der Schattenlagen.
Bitte beachte, dass der Geröll-Wurmfarn (Dryopteris oreades) laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft ist. Teile der Pflanze enthalten Stoffe, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können; dies gilt auch für Haustiere. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende Dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.565 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen halbschattigen Standort, der vor der direkten Mittagssonne geschützt ist.
Der Boden muss frisch (mäßig feucht) sein; sorge dafür, dass die Erde nie ganz austrocknet.
Pflanze ihn in einen sauren Boden (niedriger Kalkgehalt), idealerweise in der Nähe von Urgestein.
Da er ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, solltest Du auf Düngung verzichten.
Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst vor den ersten Frösten.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 50 Zentimetern ein, damit die Wedel Platz haben.
Schneide verwelkte Wedel nicht im Herbst ab, sondern lass sie als natürlichen Winterschutz über dem Wurzelstock liegen.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere Böden und bildet einen hübschen, flächigen Kontrast zum Farn.
Der Geröll-Wurmfarn (Dryopteris oreades) gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem in montanen Lagen heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Silikatschutthalden und kühle Blockfelder auf saurem Gestein. Morphologisch fällt er durch seine bis zu 0.57 m langen, doppelt gefiederten Wedel auf, die oft eine charakteristische gelbgrüne Färbung aufweisen. Als nicht verholzte Farnpflanze verbreitet er sich über winzige Sporen und ist eng an Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit und nährstoffarmen Böden gebunden.
1 Video zu Geröll-Wurmfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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