Bild folgtKI-generierte IllustrationDryopteris polylepis
Auch bekannt als: Dryopteris polylepis
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die dicht mit braunen Schuppen besetzten Stiele und die kräftigen, doppelt gefiederten Wedel, die dem Schuppigen Wurmfarn (Dryopteris polylepis) sein charakteristisches Aussehen verleihen. In deinem Naturgarten ist dieser Farn ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt, da er als spezialisierter Lebensraum dient. Nach aktuellen Daten ist er eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara). Wenn du eine schattige Ecke hast, kannst du mit dieser Art gezielt die lokale Falterpopulation unterstützen. Du schaffst damit einen wertvollen Rückzugsort, der nach dem Anwachsen nur wenig Pflege benötigt.
Wichtige Kinderstube für die Gelbfleck-Waldschatteneule im Schattengarten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die ökologische Bedeutung dieses Farns liegt vor allem in seiner Funktion als Kinderstube für spezialisierte Insektenlarven. Er dient als wichtige Raupenfutterpflanze für die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara), deren Raupen auf die grünen Wedel als Nahrung angewiesen sind. Da Farne keine Blüten besitzen und somit keinen Nektar produzieren, liegt ihr Wert für Bestäuber in der Strukturgebung. Die dichten Wedel bieten Schutz und ein feuchtes Mikroklima für Amphibien wie die Erdkröte (Bufo bufo). Zudem tragen die winterharten Wedel dazu bei, den Boden vor Erosion zu schützen und Feuchtigkeit im Garten zu halten.
Der Schuppige Wurmfarn ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Er enthält Wirkstoffe wie Filicin, die bei versehentlichem Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Achte daher besonders darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere Zugang zum Gartenbereich haben, in dem der Farn wächst.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wähle einen schattigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte humusreich und gleichmäßig feucht sein, wobei Staunässe (Wasserstau im Boden) unbedingt zu vermeiden ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Hebe ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Topfballen ist, und reiche die Erde bei Bedarf mit Laubkompost an.
Setze den Farn so ein, dass das Herz der Pflanze knapp über der Erdoberfläche bleibt.
Im Frühjahr kannst du die abgestorbenen Wedel des Vorjahres vorsichtig bodennah entfernen.
Eine Vermehrung ist durch die Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr möglich.
In trockenen Sommermonaten solltest du die Pflanze regelmäßig mit kalkarmem Regenwasser gießen.
Gute Partnerin: Wald-Geißbart (Aruncus dioicus) – beide teilen die Vorliebe für kühle, schattige Standorte und bilden eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft des Bergwaldes.
Der Schuppige Wurmfarn gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen (Polypodiales). In unserer Region ist die Art in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt kühle, luftfeuchte Standorte. Die Wedel entspringen einem kräftigen, ausdauernden Wurzelstock (Rhizom) und bilden einen trichterförmigen Wuchs. Ein typisches Merkmal sind die kreisförmigen Sporenkapseln (Sori) auf der Blattunterseite, die der Pflanze zur Vermehrung dienen, da Farne keine Blüten ausbilden.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →