Bild folgtKI-generierte IllustrationDryopteris remota
Auch bekannt als: Entferntfiedriger Dornfarn
Schon von weitem fällt der Entferntfiedrige Wurmfarn (Dryopteris remota) durch seine stattliche Gestalt und die filigranen, tief eingeschnittenen Wedel auf. In deinem Garten übernimmt er eine wichtige Rolle als Strukturgeber für schattige Ecken, in denen sich viele andere Pflanzen schwertun. Da er dichte Horste (büschelartiger Wuchs) bildet, bietet er wertvollen Unterschlupf für Bodenbewohner wie Laufkäfer oder Erdkröten (Bufo bufo). Dieser Farn ist eine natürliche Bereicherung für jeden, der naturnahe Waldstrukturen im eigenen Grün nachempfinden möchte. Mit ihm schaffst du ganz einfach lebendige Ruhezonen, in denen sich auch Amphibien wohlfühlen.
Majestätischer Schattenkönig: 1,0 Meter Farnpracht für kühle Gartenparadiese.
Da Farne zu den Sporenpflanzen gehören, bilden sie keine Blüten und bieten somit weder Nektar noch Pollen an. Dennoch ist der Entferntfiedrige Wurmfarn ökologisch wertvoll, da er durch seine großen Wedel ein kühles Kleinklima (lokales Klima in Bodennähe) schafft. Davon profitieren Amphibien wie der Feuersalamander (Salamandra salamandra), die in der feuchten Laubschicht unter den Wedeln Schutz finden. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Sporen, die durch den Wind über weite Strecken transportiert werden. Im naturnahen Garten dient er als wichtige Deckungspflanze für verschiedene wirbellose Tiere. Er schließt damit eine wichtige Lücke in der Schichtung des Gartens.
Der Entferntfiedrige Wurmfarn (Dryopteris remota) ist laut Datenbank nicht kindersicher. Wie viele Arten seiner Gattung enthält er Stoffe, die bei Verzehr zu gesundheitlichen Problemen führen können. Achte daher besonders auf Kleinkinder und Haustiere und wasche dir nach dem Pflanzen oder Schneiden vorsichtshalber die Hände.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 3: Wähle einen schattigen Standort, ideal sind Plätze unter hohen Gehölzen oder an der Nordseite von Gebäuden.
Feuchte 6: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht). Er verträgt keine längere Trockenheit, aber auch keine Staunässe.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt er normalen, humosen Gartenboden ohne zusätzliche starke Düngung.
Pflanzzeit: Setze den Farn am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Aufgrund der Wuchshöhe von 1,0 m solltest du etwa 80 cm Platz zur nächsten Pflanze lassen.
Pflege: Die alten Wedel solltest du erst im Frühjahr entfernen, da sie im Winter das Herz der Pflanze vor Frost schützen.
Gute Partnerin: Die Wald-Segge (Carex sylvatica) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Ansprüche an Schatten und Feuchtigkeit stellt und den Boden schützt.
Der Entferntfiedrige Wurmfarn (Dryopteris remota) gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er ist ein Indigen (eine ursprünglich einheimische Art), der bevorzugt in schattigen Wäldern und auf frischen Schutthalden (Ansammlung von Gesteinsbruchstücken am Fuß von Hängen) vorkommt. Botanisch gesehen handelt es sich um eine stabile Naturhybride, die Merkmale ihrer Elternarten vereint. Mit einer Wuchshöhe von 1,0 m bildet er markante, trichterförmige Rosetten aus breitblättrigen, doppelt gefiederten Wedeln.
1 Video zu Entferntfiedriger Wurmfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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