Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Auffällig ist bei Dysderocrates egregius der glänzend rotbraune Vorderkörper, der in starkem Kontrast zum helleren, fast cremefarbenen Hinterleib steht. Du erkennst diese Spinne zudem an den sechs Augen, die im Gegensatz zu den meisten anderen Spinnenarten kreisförmig angeordnet sind. Diese Tiere weben keine Netze zum Beutefang, sondern jagen nachts aktiv am Boden. Ihre Hauptnahrung besteht aus Asseln, wie der Kellerassel (Porcellio scaber), die sie mit ihren kräftigen Kieferklauen, den Cheliceren, packen. Die Eiablage erfolgt im Frühsommer in gut versteckten Gespinstsäcken unter Steinen oder in Totholzspalten. Die Entwicklung der Jungtiere erfolgt über mehrere Häutungen hinweg direkt im Bodenbereich. Den Winter verbringen diese Tiere als ausgewachsene Spinnen oder fortgeschrittene Jungtiere in frostfreien Hohlräumen unter Laub oder in der Erde. Du kannst diese nützlichen Jäger unterstützen, indem du schattige Gartenbereiche mit heimischen Moosen und einer dicken Schicht aus Buchenlaub (Fagus sylvatica) ungestört lässt. Ein Verzicht auf Bodenbearbeitung in diesen Ecken sichert ihren Lebensraum dauerhaft.
Diese Spinne ist für Menschen völlig harmlos und besitzt kein für uns relevantes Gift. Da sie sehr scheu ist und bei Licht sofort Deckung sucht, kommt es kaum zu direktem Kontakt; sie ist ein nützlicher Mitbewohner in naturnahen Gärten.
Dysderocrates egregius ist ein Vertreter der Sechsaugenspinnen (Dysderidae) und eng mit den bekannten Asselfressern verwandt. Die Gattung Dysderocrates ist vor allem im südöstlichen Europa, insbesondere in Bulgarien und Rumänien, beheimatet und besiedelt dort die bodennahe Streuschicht. Taxonomisch zeichnet sich die Art durch spezifische Merkmale an den Laufbeinen und den Fortpflanzungsorganen aus. Als spezialisierter Räuber spielt sie eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht der Bodenfauna.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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