Bild folgtKI-generierte IllustrationEchinocystis lobata
Auch bekannt als: Sicyos lobatus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren fünflappigen Blättern und den ungewöhnlichen, weich bestachelten Früchten lässt sich die Gelappte Stachelgurke (Echinocystis lobata) sofort erkennen. Diese einjährige Kletterpflanze bringt eine enorme Dynamik in den Garten und ist nach aktuellen Beobachtungsdaten besonders für die Honigbiene (Apis mellifera) attraktiv. Auch spezialisierte Insekten wie der Gestreifte Gurkenblattkäfer (Acalymma vittatum) finden hier eine wichtige Lebensgrundlage. Da sie sehr schnell wächst, bietet sie dir einen raschen, natürlichen Sichtschutz an Zäunen oder Rankgittern. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, ist sie ein spannender Akzent für deine heimische Artenvielfalt.
Rasante Kletterkünstlerin: 2.76 Meter grüner Sichtschutz für Honigbienen.
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In deinem Garten fungiert die Pflanze als wichtige Tankstelle für die Honigbiene (Apis mellifera). Auch der Gestreifte Gurkenblattkäfer (Acalymma vittatum) wird regelmäßig als Besucher dokumentiert. Die Ausbreitung erfolgt über die 237.45 mg schweren Samen, was unter Biologen als schweres Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) gilt. Das bedeutet, dass die Samen meist in der Nähe der Mutterpflanze zu Boden fallen oder durch Tiere über kurze Distanzen transportiert werden. Da sie dichte Blattwände bildet, entstehen wertvolle Schattenzonen und kleinräumige Schutzräume für bodennah lebende Insekten und Amphibien.
Bitte sei vorsichtig, da die Gelappte Stachelgurke als nicht kindersicher eingestuft ist. Teile der Pflanze können bei Verzehr Unwohlsein auslösen. Achte besonders darauf, dass Kinder die markanten Früchte nicht in den Mund nehmen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.759 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf 7: Wähle für deine Stachelgurke einen sonnigen Platz, damit sie ihre volle Wuchskraft entfalten kann.
Feuchte 8: Der Boden sollte stets feucht (frisch bis nass) sein; achte darauf, dass die Pflanze nie ganz austrocknet.
Nährstoffe 7: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen sehr fetten, kompostreichen Gartenboden.
Reaktion 7: Idealerweise ist der Boden kalkhaltig oder basisch (nicht sauer) beschaffen.
Pflanzzeit: Säe die Samen im April direkt ins Freiland oder ziehe sie im Haus vor, um sie nach den Eisheiligen im Mai auszupflanzen.
Wuchshilfe: Da sie genau 2.76 m hoch wird, benötigt sie unbedingt ein stabiles Rankgerüst oder einen Zaun.
Pflege: Da sie einjährig ist, musst du sie nicht zurückschneiden; sie sät sich an zusagenden Stellen oft selbst wieder aus.
Gute Partnerin: Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria) – beide lieben feuchte, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich in ihrer Wuchsform perfekt.
Die Gelappte Stachelgurke gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und ist die einzige Art ihrer Gattung. Obwohl sie ursprünglich aus Nordamerika stammt, ist sie heute als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet. In der Natur besiedelt sie bevorzugt Auwälder oder feuchte Uferränder auf nährstoffreichen Böden. Auffällig ist ihre morphologische Anpassung als rankende Kletterpflanze, die keine verholzenden Teile bildet, sondern jedes Jahr neu aus Samen austreibt.
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →