Bild folgtKI-generierte IllustrationEchinops bannaticus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Banater Kugeldistel (Echinops bannaticus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren perfekt geformten, stahlblauen Blütenkugeln, die auf straffen Stielen über dem graugrünen Laub thronen, ist sie eine architektonische Schönheit. Im Naturgarten ist sie eine wertvolle Tankstelle, da sie besonders spät im Jahr reichlich Nektar liefert. Davon profitieren spezialisierte Tagfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder die Waldhummel (Bombus sylvarum). Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz in deinem Garten hast, ist diese Distel eine pflegeleichte Wahl, die Struktur und Leben gleichermaßen fördert. Du machst hier alles richtig, wenn du Verblühtes für den Winter stehen lässt.
Blauer Magnet für Scheckenfalter: Ein robuster Trockenkünstler für den Hochsommer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Banater Kugeldistel ein Magnet für diverse Edelfalter. Insbesondere Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea ornata) suchen die Blüten regelmäßig auf. Auch für die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Honigbiene (Apis mellifera) stellt sie in den Hochsommermonaten Juli bis September eine verlässliche Nahrungsquelle dar. Da die Pflanze bis in den September blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Die Samenstände dienen zudem im Winter als Strukturgeber im Garten.
Die Banater Kugeldistel ist als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt an ihren wehrhaften, dornig gezähnten Blättern und den stacheligen Blütenköpfen, die bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Stichverletzungen führen können. Es empfiehlt sich daher, bei Pflegearbeiten wie dem Rückschnitt Handschuhe zu tragen. Eine Giftigkeit für Menschen oder Haustiere ist nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Licht bekommt.
Boden: Ein normaler Gartenboden ist ideal; die Pflanze ist ein Mittelzehrer (benötigt mäßig Nährstoffe).
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken, da die Art sehr anpassungsfähig an Wassermangel ist.
Pflanzzeit: Setze junge Stauden im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Abstand: Plane etwa 60 bis 80 Zentimeter Platz ein, da sie recht ausladend wächst.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig; die trockenen Kugelköpfe sind sehr dekorativ.
Vermehrung: Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was sie robust gegenüber Stress macht.
Pflanzpartner: Der heimische Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist ein idealer Nachbar, da er ähnliche Ansprüche an Sonne und Trockenheit stellt.
Die Banater Kugeldistel gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ursprünglich in Südosteuropa beheimatet, gilt sie in unseren Breiten als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart), ist aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige, warme Standorte im Xerotherm-Bereich (trockene und wärmebegünstigte Lagen). Morphologisch auffällig ist die Zusammensetzung der Kugel: Was wie eine Einzelblüte aussieht, besteht in Wahrheit aus unzähligen kleinen Röhrenblüten, die jeweils einen eigenen Kelch besitzen.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →