Bild folgtKI-generierte IllustrationErigeron uniflorus
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Einköpfige Berufkraut (Erigeron uniflorus) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen nur 0,05 m Wuchshöhe und dem meist einzeln stehenden, weißlich bis violetten Blütenkopf ist es ein winziger, aber markanter Bergbewohner. Als echter Alpinist bringt es die wilde Natur der Hochgebirge in deinen Steingarten und bietet spezialisierten Insekten eine wichtige Lebensgrundlage. Besonders Scheckenfalter wie der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) oder der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren von dieser indigenen (einheimischen) Art. Wenn du in einer kühleren Region wohnst oder ein alpines Beet planst, ist diese Pflanze ein Muss. Du wirst staunen, wie viel Leben sich auf dieser kleinen Fläche einfindet.
Alpiner Zwerg mit großer Wirkung: Nur 5 cm hoch, aber ein Magnet für Scheckenfalter.
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In deinem Garten dient das Einköpfige Berufkraut als spezialisierte Tankstelle für Bergland-Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird es gezielt von Scheckenfaltern wie Melitaea ornata und dem Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) angeflogen. Auch der Dunkle Alpenbläuling nutzt die Blütezeit von Juni bis August zur Nahrungsaufnahme. Da die Pflanze eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ AM eingeht, unterstützt sie ein gesundes Bodennetzwerk. Die winzigen Samen sind eine natürliche Nahrungsquelle für kleine Vögel, während sie im Wind über das Grundstück gleiten. Mit dieser Pflanze förderst du aktiv die Artenvielfalt gefährdeter alpiner Schmetterlingsgruppen.
Das Einköpfige Berufkraut wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Das bedeutet zwar nicht, dass es hochgiftig ist, aber Kinder und Haustiere sollten nicht an den Pflanzenteilen knabbern. Verwechslungsgefahren mit gefährlichen Giftpflanzen bestehen aufgrund des charakteristischen, niedrigen Wuchses und der markanten Einzelblüte im alpinen Kontext kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.053 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze Lichtwert 9 (absolute Sonne) benötigt.
Boden: Der Untergrund muss mager sein; mische reichlich Sand oder feinen Kies unter, um Nährstoffe zu reduzieren.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), achte aber auf einen exzellenten Wasserabfluss, um Staunässe zu vermeiden.
Wuchshöhe: Plane mit genau 0,05 m Höhe im Vordergrund deines Beetes oder in einer flachen Schale.
Pflanzzeit: Setze das Kraut im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden nicht gefroren ist.
Vermehrung: Die leichten Samen (0,18 mg) verbreiten sich über den Wind; lass Verblühtes für die Selbstaussaat stehen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, die Pflanze ist winterhart und pflegeleicht.
Pflanzpartner: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) ist eine ideale Nachbarin – sie teilt die Vorliebe für sonnige, karge Standorte und ergänzt das alpine Bild.
Das Einköpfige Berufkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Gebirgslagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz beheimatet. Sein natürlicher Lebensraum sind alpine Felsfluren und Lägerfluren (nährstoffreiche Plätze, an denen Vieh ruht), wobei es extrem kälteverträglich ist. Die Pflanze wächst krautig und bildet kleine Rosetten, aus denen ein unverzweigter, behaarter Stängel mit nur einem Blütenkörbchen entspringt. Typisch für die Gattung sind die zahlreichen, schmalen Zungenblüten, die das gelbe Zentrum umrahmen. Es ist ein klassischer Schwachzehrer (Magerkeit liebend), der perfekt an karge Bedingungen angepasst ist.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →