Bild folgtKI-generierte IllustrationCarex frigida
8
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer die Eis-Segge sind ihre auffallend dunklen, fast schwarzbraun gefaerbten Aehren, die im Sommer einen wunderbaren Kontrast zu den gruenen Blaettern bilden. In deinem Garten ist diese kleine Segge ein echter Spezialist fuer kuehle, dauerfeuchte Plaetze, an denen andere Pflanzen oft aufgeben. Von ihrem Nektar und den Pollen profitieren seltene Schmetterlinge wie das Moor-Wiesenvoegelchen (Coenonympha oedippus) oder der Gelbringfalter (Lopinga achine). Da sie auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen kleinen Teichrand oder ein kalkreiches Moorbeet hast, solltest du dieser alpinen Schoenheit unbedingt ein Plaetzchen reservieren.
Alpine Seltenheit: Die 21 cm kleine Segge fuer sonnige Sumpfbeete.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist die Eis-Segge eine wichtige Futterpflanze fuer spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Dickkopffalter wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) besuchen ihre Blueten. Auch bedrohte Arten wie das Wald-Wiesenvoegelchen (Coenonympha hero) profitieren von ihrem Vorkommen. Die Samen sind mit nur 0,31 mg sehr leicht, was eine Ausbreitung durch den Wind ueber weite Strecken ermoeglicht. Damit unterstuetzt die Pflanze die Vernetzung von Lebensraeumen in deiner Region. Als AM-Mykorrhiza-Pflanze lebt sie zudem in einer engen Symbiose mit Bodenpilzen, was die Bodengesundheit foerdert.
Die Eis-Segge wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den scharfen Blaettern der Sauergrasgewaechse, an denen man sich leicht schneiden kann. Achte bei der Gartenarbeit darauf und platziere sie eventuell etwas abseits von Spielbereichen. Eine Giftwirkung ist nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.207 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Waehle einen Platz in der vollen Sonne (Ellenberg Lichtwert 9), da die Pflanze maximale Helligkeit benoetigt.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein (Ellenberg Feuchtewert 9); ein Teichrand oder Sumpfbeet ist ideal.
Halte den Boden mager, da sie ein Schwachzehrer ist (Ellenberg Naehrstoffwert 2) und keinen Duenger vertraegt.
Achte auf eine kalkhaltige beziehungsweise basische Bodenreaktion (Ellenberg pH-Wert 7).
Pflanzzeit Fruehling: Maerz bis Mai oder Pflanzzeit Herbst: September bis zum ersten Frost.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 cm ein, um der horstbildenden Form Platz zu geben.
Schneide die Pflanze nicht im Herbst zurueck, um die Winterstruktur zu erhalten.
Gute Partnerin: Mehl-Primel (Primula farinosa) – sie teilt die Vorliebe fuer kalkreiche, nasse Standorte und ergaenzt die Segge optisch hervorragend.
Die Eis-Segge gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine heimische Art der Alpenregionen in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz. Ihr natuerlicher Lebensraum sind kalkreiche Feuchtstellen in alpinen Hoehenlagen, was sie extrem frosthart macht. Mit einer Wuchshoehe von exakt 0,21 m bleibt sie kompakt und bildet keine Auslaeufer, sondern waechst horstartig. Als Sauergras ist sie an den dreikantigen Halmen erkennbar, die typisch fuer die Gattung der Seggen (Carex) sind. Sie ist ein Indigen, also eine bei uns von Natur aus vorkommende Art, die jedoch als selten eingestuft wird.
1 Video zu Eis-Segge
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →