Bild folgtKI-generierte IllustrationElatine hydropiper
An seinem kriechenden Wuchs und den paarigen, zarten Blättchen lässt sich der Wasserpfeffer-Tännel (Elatine hydropiper) sofort erkennen. Diese unscheinbare Pflanze ist ein seltener Spezialist für den Teichrand und gilt in unserer Region als gefährdet (Rote Liste 3). Indem du ihr einen Platz in deinem Garten gibst, leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Art, die in der freien Natur immer weniger Lebensraum findet. Auch wenn konkrete Daten zu Bestäubern wie Wildbienen fehlen, bereichert dieser kleine Pionier die Struktur deiner Uferzone enorm. Wenn du eine Schwäche für die leisen, seltenen Gäste hast, ist dieser Tännel genau das Richtige für dich.
0,06 Meter geballter Artenschutz: Hol dir den seltenen Teich-Spezialisten heim.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für den Wasserpfeffer-Tännel keine spezifischen Insektenbeziehungen vor, doch seine ökologische Bedeutung ist dennoch hoch. Als Bewohner von Schlammzonen besiedelt er ökologische Nischen, die für viele andere Pflanzen zu instabil sind. Durch seine Einstufung in der Roten Liste 3 (Gefährdet) ist jeder Bestand ein wichtiger Genpool für den Artenschutz. Die Pflanze produziert winzige Samen, die aufgrund ihres geringen Gewichts von 0,11 mg eine Fernausbreitung ermöglichen und somit potenziell neue Lebensräume besiedeln können. In deinem Garten dient er als wertvoller Bodenfestiger in der empfindlichen Übergangszone zwischen Wasser und Land.
Der Wasserpfeffer-Tännel wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er für den Gartenbereich eher ungewöhnlich ist, solltest du den Kontakt durch Kleinkinder vorsorglich meiden und darauf achten, dass keine Pflanzenteile verschluckt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.06 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort am Teichrand, damit die Pflanze genügend Energie zum Wachsen hat.
Feuchte 9: Der Boden muss dauerhaft nass sein; ideal ist die Schlammzone oder der flache Übergangsbereich zum Wasser.
Nährstoffe 4: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) bevorzugt er normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngung.
Wuchshöhe: Mit nur 0,06 m musst du darauf achten, dass er nicht von wüchsigeren Nachbarn wie Gräsern unterdrückt wird.
Pflanzzeit: Setze den Tännel im Frühling zwischen März und Mai ein, sobald kein Dauerfrost mehr droht.
Bodenvorbereitung: Achte darauf, dass der Boden feinkörnig und offen ist, damit die zarten Wurzeln guten Kontakt zum Substrat finden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze im Herbst einfach stehen, damit sie sich über Samen selbst vermehren kann.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – es teilt die Standortansprüche und ergänzt den Tännel optisch, ohne ihn sofort zu überwuchern.
Der Wasserpfeffer-Tännel gehört zur Familie der Tännelgewächse (Elatinaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind Schlammfluren und periodisch überschwemmte Ufer von stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Als krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht er lediglich eine Wuchshöhe von 0,06 m. Besonders bemerkenswert sind seine Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die mit 0,11 mg extrem leicht sind und so über weite Strecken durch Wasser oder Wind verbreitet werden können.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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