Bild folgtKI-generierte IllustrationEleocharis palustris subsp. waltersii
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Arten
Du erkennst die Gewöhnliche Sumpfbinse (Eleocharis palustris subsp. waltersii) an ihren markanten, blattlosen Stängeln, die wie grüne Nadeln direkt aus dem flachen Wasser ragen. Dieses Sauergras ist ein unverzichtbarer Strukturgeber für die Uferzone deines Gartenteichs und bietet spezialisierten Arten wie der Gemeinen Streckerspinne (Tetragnatha extensa) einen perfekten Lebensraum. Auch Wasservögel wie die Reiherente (Aythya fuligula) profitieren von den schützenden Beständen. Wenn du eine natürliche Übergangszone zwischen Wasser und Land schaffen möchtest, liegst du mit dieser Pflanze genau richtig. Sie ist robust und fügt sich harmonisch in jede naturnahe Wasserlandschaft ein.
Architektonischer Uferschutz und Kinderstube für Reiherente und Streckerspinne.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Diese Pflanze ist ein wichtiger Baustein im Ökosystem Teichrand. Nach aktuellen Beobachtungsdaten dienen die Bestände als Nahrungsquelle und Versteck für Wasservögel wie die Graugans (Anser anser), die Pfeifente (Mareca penelope) und die Reiherente (Aythya fuligula). Die Raupen der Ampfer-Eule (Acronicta rumicis) nutzen das Umfeld der Pflanze. Besonders interessant ist die Gemeine Streckerspinne (Tetragnatha extensa), die ihre Netze bevorzugt zwischen den senkrechten Halmen über der Wasseroberfläche spannt. Die leichten Samen mit einem Gewicht von 1,45 mg werden über weite Strecken vom Wind getragen und besiedeln so neue Lebensräume.
Die Sumpfbinse wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe bekannt sind, sollten Kleinkinder an Teichrändern aufgrund der allgemeinen Ertrinkungsgefahr und der scharfkantigen Halme mancher Sauergräser immer beaufsichtigt werden. Eine Verwechslung mit hochgiftigen Wasserpflanzen ist bei genauer Betrachtung der nadelartigen Halme unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.317 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8: mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne) für optimales Wachstum.
Sorge für einen dauerhaft nassen Standort oder pflanze sie direkt in die Flachwasserzone bis 10 cm Tiefe (Feuchtewert 8).
Ein normaler, mäßig nährstoffreicher Boden (Mittelzehrer) reicht völlig aus.
Pflanzzeit Frühling: Von März bis Mai, idealerweise wenn das Wasser beginnt sich zu erwärmen.
Pflanzzeit Herbst: September bis November, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Setze die Pflanzen in kleinen Gruppen mit etwa 30 cm Abstand, da sie sich über Ausläufer ausbreiten.
Lasse die vertrockneten Halme über den Winter stehen, um Insekten einen Überwinterungsplatz zu bieten.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – es besiedelt dieselbe Uferzone und setzt mit seinen blauen Blüten einen schönen Kontrast zum strengen Grün der Binse.
Die Sumpfbinse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Uferbereiche, Gräben und temporär überschwemmte Feuchtwiesen, die einen neutralen bis schwach sauren Boden aufweisen. Morphologisch zeichnet sie sich dadurch aus, dass die Photosynthese fast ausschließlich in den Halmen stattfindet, da die Blätter zu kleinen Scheiden am Grund reduziert sind. An der Spitze der Halme sitzen die braunen Ährchen, die die Samen für die Windausbreitung enthalten.
1 Video zu Eleocharis palustris subsp. waltersii

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →