Bild folgtKI-generierte IllustrationEmpetrum nigrum
Auch bekannt als: Schwarze Krähenbeere
Artengruppe
7
Arten
interagieren
23
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren nadelartigen, immergrünen Blättern und dem teppichartigen Wuchs lässt sich die Gewöhnliche Krähenbeere (Empetrum nigrum) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieser Zwergstrauch eine echte Besonderheit, da er als Lebensgrundlage für spezialisierte Falter dient. Besonders die Raupen des Alpenwidderchens und der Braunen Spätsommer-Bodeneule sind auf diese Pflanze angewiesen. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, hilfst du aktiv dabei, eine schwindende heimische Art zu bewahren. Wenn du eine sonnige, eher nährstoffarme Ecke in deinem Garten hast, wird sie sich dort über die Jahre zu einem wunderbaren, robusten Bodendecker entwickeln. Schau doch mal, ob du ein Plätzchen für diese heimische Seltenheit findest.
Heimische Kostbarkeit: Die wichtigste Kinderstube für das seltene Alpenwidderchen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Krähenbeere eine lebenswichtige Raupenfutterpflanze für hochspezialisierte Falterarten. Die Raupen der Braunen Spätsommer-Bodeneule und des Alpenwidderchens finden hier ihre Nahrung. Auch für die Raupen der Geometriden-Art Entephria caesiata sowie für Xestia alpicola ryffelensis und Idaea contiguaria ist dieser Zwergstrauch eine unverzichtbare Basis. Während der Blütezeit im April profitieren zudem verschiedene Insekten von den frühen Blüten. Im Winter bieten die schwarzen Früchte eine willkommene Nahrungsquelle für heimische Vögel, die in der kargen Landschaft nach Energie suchen.
Die Gewöhnliche Krähenbeere ist als nicht kindersicher eingestuft. Obwohl die Beeren in einigen Regionen traditionell genutzt werden, können sie bei Verzehr in größeren Mengen bei Kindern zu Unwohlsein führen. Eine Verwechslung mit giftigen Beerensträuchern ist aufgrund der charakteristischen, nadelartigen Blattform jedoch fast ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Apr
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Standort: Suche dir einen vollsonnigen Platz aus, da die Krähenbeere viel Licht benötigt.
Boden: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) bevorzugt sie mageren, kalkfreien Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei Staunässe unbedingt vermieden werden muss.
Pflanzzeit: Setze die Krähenbeere entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange kein Frost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses nicht nötig; das Belassen der Triebe schützt den Boden.
Vermehrung: In der Natur breitet sie sich langsam über kriechende Triebe oder durch Vogelaussaat aus.
Besonderheit: Die Pflanze gilt als sehr robust gegenüber Kälte und Wind.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist das Heidekraut (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für saure, nährstoffarme Standorte und bilden gemeinsam eine geschlossene, ökologisch wertvolle Pflanzendecke.
Die Gewöhnliche Krähenbeere (Empetrum nigrum) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist als Indigen (einheimisch) in der gesamten DACH-Region verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Moore, Heiden und alpine Zwergstrauchgesellschaften. Typisch ist ihr kriechender Wuchs und die Blätter, die durch eine tiefe Rinne auf der Unterseite fast wie Nadeln wirken. Trotz ihrer unscheinbaren Blüte im April ist sie morphologisch perfekt an karge, windexponierte Standorte angepasst.
1 Video zu Gewöhnliche Krähenbeere (Artengruppe)

1 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →