Bild folgtKI-generierte IllustrationEpilobium hirsutum
Auch bekannt als: Zottiges Weidenröschen
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Arten
interagieren
204
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Behaarte Weidenröschen durch seine großen, purpurrosa Blüten mit der markanten weißen, viergeteilten Narbe und den weich behaarten Stängeln. Diese heimische Staude ist ein echter Gewinn für deinen Naturgarten, da sie als unverzichtbare Kinderstube für prächtige Falter wie den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) dient. Auch die seltene Rotschwarze Wespenbiene (Nomada fabriciana) besucht die Pflanze regelmäßig auf ihrer Suche nach Nahrung. Wenn du eine feuchte Stelle in deinem Garten hast, gibst du dieser Art einen wertvollen Lebensraum. Du wirst sehen, wie schnell sich verschiedenste Besucher an den leuchtenden Blüten einfinden.
Purpurrote Blütenpracht und die wichtigste Kinderstube für den Weinschwärmer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine zentrale Ressource für spezialisierte Insekten. Sie dient als lebenswichtige Raupenfutterpflanze für den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) und die Rotbraune Waldrandeule (Mniotype adusta). Zu den regelmäßigen Blütenbesuchern zählen der Kleine Fuchs (Aglais urticae) sowie die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum). Auch Käfer wie der Kardinalkäfer (Pyrochroa coccinea) und der Erlenblattkäfer (Agelastica alni) nutzen die Pflanze aktiv. Die lange Blütezeit von Mai bis September sichert ein kontinuierliches Nahrungsangebot für viele Fluginsekten.
Die Datenbank stuft das Behaarte Weidenröschen als nicht kindersicher ein, weshalb du darauf achten solltest, dass Kinder keine Teile der Pflanze in den Mund nehmen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Pflanzen im selben Lebensraum ist aufgrund der weichen Behaarung und der spezifischen Blütenform für aufmerksame Beobachter jedoch unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.15 m
Wähle für die Pflanze einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Da sie ein Starkzehrer (nährstoffreicher/fetter Boden) ist, benötigt sie ein Substrat mit hohem Nährstoffgehalt.
Der Boden sollte stets frisch bis feucht sein, da die Art mäßig feuchte Bedingungen für ein gesundes Wachstum braucht.
Setze die Pflanze am besten im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November in die Erde.
Die Vermehrung gelingt unkompliziert über die zahlreichen, mit Haarschöpfen versehenen Samen oder durch die Teilung des Wurzelstocks.
Im Herbst solltest du die verblühten Stängel stehen lassen, um Insekten einen geschützten Platz für den Winter zu bieten.
Ein Rückschnitt der alten Pflanzenteile erfolgt erst im zeitigen Frühjahr, kurz bevor der neue Austrieb beginnt.
Achte auf ausreichend Platz, da die Staude an zusagenden Standorten recht kräftig wachsen kann.
Gute Partnerin: Der Echte Baldrian (Valeriana officinalis) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Das Behaarte Weidenröschen (Epilobium hirsutum) ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitete Staude. Sie besiedelt bevorzugt nährstoffreiche Gräben, Ufer und feuchte Hochstaudenfluren (Pflanzengemeinschaften auf nassen Böden). Die Pflanze wächst aufrecht und zeichnet sich durch kreuzgegenständig (paarweise gegenüberstehend und um 90 Grad versetzt) angeordnete, gezähnte Blätter aus. Als Indigen (ursprünglich heimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) ist sie fest in unserer Landschaft verwurzelt und gilt laut Roter Liste als nicht gefährdet.
1 Video zu Behaartes Weidenröschen

65 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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