Bild folgtKI-generierte IllustrationEpipactis albensis
Auch bekannt als: Epipactis albensis
Kaum zu übersehen: Die Elbe-Ständelwurz verrät sich durch ihre nickenden, oft hellgrünlichen Blüten, die sich im Spätsommer an den schattigen Plätzen deines Gartens zeigen. Diese seltene Orchidee ist eine echte Besonderheit für Kenner, die Wert auf biologische Vielfalt legen und bedrohten Arten eine Zuflucht bieten möchten. Da sie erst im August und September blüht, bereichert sie das Gartenbild zu einer Zeit, in der viele andere Waldpflanzen bereits verblüht sind. Mit ihrer Ansiedlung leistest du einen direkteren Beitrag zum Artenschutz, als es mit herkömmlichen Zierpflanzen möglich wäre. Hast du schon einen schattigen, feuchten Platz unter einem alten Baum für diese Rarität reserviert?
Botanische Kostbarkeit: Schütze eine vom Aussterben bedrohte Orchidee im Garten.
Die Elbe-Ständelwurz ist eine ökologische Kostbarkeit, die vor allem durch ihre späte Blütezeit im August und September besticht. In dieser Zeit ist das Angebot an natürlichen Ressourcen in schattigen Gartenbereichen oft begrenzt. Da die Art in der Roten Liste mit der Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) geführt wird, stellt jedes Exemplar im Garten einen wertvollen Genpool dar. Als heimische Orchidee ist sie zudem tief in das lokale Ökosystem eingebunden, insbesondere durch ihre Abhängigkeit von spezifischen Bodenpilzen. Ihr Erhalt im naturnahen Garten stützt die biologische Vielfalt auf eine sehr exklusive Weise.
Die Elbe-Ständelwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Orchideenarten üblich, sollte kein Teil der Pflanze verzehrt werden, da dies zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Aufgrund ihres extrem hohen Schutzstatus (Rote Liste 1) sollte sie im Garten ohnehin ausschließlich als wertvolles Beobachtungsobjekt betrachtet und pfleglich behandelt werden.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 4: Wähle einen schattigen Standort im Garten, zum Beispiel im vollen Schatten einer Hauswand oder unter dichten Baumkronen.
Feuchtewert 6: Der Boden sollte gleichmäßig frisch bis mäßig feucht sein; vermeide jedoch stehendes Wasser.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (normaler Gartenboden); ein moderater Nährstoffgehalt ohne zusätzliche Düngung ist ideal.
pH-Wert: Achte auf eine neutrale bis schwach saure Bodenreaktion (Reaktion 6).
Pflanzzeit: Setze die Orchidee am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Symbiose: Da sie eine AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) eingeht, solltest du den Boden im Wurzelbereich niemals umgraben.
Pflege: Lass die Pflanze nach der Blüte im Herbst ungestört stehen, damit sie Kraft für das nächste Jahr im Rhizom (unterirdischer Wurzelstock) speichern kann.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen schattigen und frischen Standortbedingungen bevorzugt.
Die Elbe-Ständelwurz (Epipactis albensis) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch) und besiedelt natürlicherweise Auwälder (Wälder entlang von Flussläufen) oder schattige Laubmischwälder auf neutralen bis schwach sauren Böden. Als krautige Pflanze überdauert sie den Winter unterirdisch. Ihre Blüten weisen die für Ständelwurzen typische, gegliederte Lippe auf, die im Inneren oft Nektar für spezialisierte Bestäuber bereithält.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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