
Epipactis palustris
Auch bekannt als: Serapias helleborine var. palustris
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Sumpf-Ständelwurz (Epipactis palustris) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren hängenden, weiß-bräunlich geäderten Blüten wirkt sie fast wie ein kleines Kunstwerk im Garten. Diese heimische Orchidee ist ein Juwel für feuchte Gartenbereiche und zeigt, dass auch nährstoffarme Ecken prachtvoll blühen können. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) schätzt das Nektarangebot in den Sommermonaten sehr. Da sie auf kalkhaltige, nasse Standorte angewiesen ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt einer gefährdeten Art. Hol dir dieses Stück Wildnis nach Hause und beobachte, wie sie Jahr für Jahr kräftiger wird.
Heimisches Orchideen-Juwel: Ein 36 cm kleines Wunder für nasse Gartenstandorte.
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Die Sumpf-Ständelwurz bietet in den Hochsommermonaten Juni bis August eine wertvolle Nahrungsquelle für Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert insbesondere die Honigbiene (Apis mellifera) von den Blütenbesuchen. Die Vermehrungsstrategie dieser Orchidee ist faszinierend: Sie produziert winzige Samen mit einem Gewicht von nur 0,005 mg. Diese Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind so leicht, dass sie als Windstreuer über weite Strecken getragen werden können. Da die Art auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, dient jeder Gartenstandort als Trittsteinbiotop für den Erhalt dieser seltenen Wildpflanze.
Die Sumpf-Ständelwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Orchideenarten enthält sie Stoffe, die bei Verzehr unverträglich sein können. Da sie zudem unter strengem Naturschutz steht, ist das Ausgraben in der freien Natur verboten – beziehe deine Pflanzen daher bitte ausschließlich aus spezialisierten Gärtnereien für heimische Wildpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit die Orchidee ihre volle Pracht entfaltet.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein (Feuchtewert 8), ideal ist ein Platz am Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Achte auf einen kalkhaltigen, basischen Untergrund (Reaktionswert 8); im Zweifel hilft etwas Kalksplitt im Pflanzloch.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen von März bis Mai, damit sie vor der Sommerhitze einwurzeln.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du ebenfalls pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Halte den Standort nährstoffarm; vermeide Dünger, da dieser die Mykorrhiza (lebensnotwendige Pilzsymbiose) stören kann.
Lasse die verblühten Stängel bis zum Winter stehen, damit die Samen ausreifen können.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie teilt die Vorliebe für nasse Füße und ergänzt das Beet mit ihrer frühen Blüte.
Die Sumpf-Ständelwurz gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Kalkflachmoore und wechselfeuchte Wiesen, also Standorte, die kalkhaltig und dauerhaft feucht sind. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.36 m bleibt sie eher kompakt und unauffällig, bis sich im Sommer die traubigen Blütenstände öffnen. Charakteristisch sind die breitlanzettlichen Blätter, die den Stängel fest umschließen. Als Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden wächst) gedeiht sie nur dort, wo der Boden nicht durch Dünger belastet ist.
3 Videos zu Sumpf-Ständelwurz



•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © KARIN JAEHNE / Adobe Stock / AdobeStock_901575341
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