
Equisetum palustre
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Auch bekannt als: Duwock
An den quirlig angeordneten, tief gefurchten Seitentrieben lässt sich der Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre) sofort erkennen. Er ist ein Überlebenskünstler aus einer Zeit weit vor den Dinosauriern und bringt eine urzeitliche Struktur in feuchte Gartenbereiche. Auch wenn er keine bunten Blüten trägt, ist er als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder schon immer hier war) wertvoll für die Bodenökologie und als Versteck für Amphibien. Er besiedelt Nischen, die für viele andere Pflanzen zu nass sind. Probier es doch mal an deinem Teichrand aus, wenn du einen stabilen, pflegeleichten Bewohner suchst.
Urzeit-Charme für den Teichrand: Ein robuster Überlebenskünstler auf 0,33 m.
Da der Sumpf-Schachtelhalm zu den Farnen gehört und Sporen statt Pollen bildet, bietet er keinen Nektar für Insekten an. Dennoch ist er ökologisch wertvoll: Seine dichten Bestände bieten am Teichrand wichtige Tagesverstecke für Amphibien wie den Grasfrosch (Rana temporaria). Die Sporen sind mit fast 0,0 mg extrem leicht und werden durch den Wind über weite Strecken verbreitet. Durch seine Struktur trägt er zur Festigung von feuchten Uferzonen bei. Er dient zudem als Zeigerpflanze für austretendes Sickerwasser im Gelände.
Der Sumpf-Schachtelhalm ist als nicht kindersicher eingestuft und für Menschen sowie Haustiere giftig. Er enthält das Alkaloid Palustrin, das bei Verzehr zu Lähmungserscheinungen führen kann. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Photosynthetischer Spross
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0,331 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Sumpf-Schachtelhalm gehört zur Familie der Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Sumpfwiesen, Flachmoore und Grabenränder – Standorte mit hohem Grundwasserstand. Als Farnverwandte bildet er keine Blüten, sondern Sporenähren aus. Die grünen Sprosse sind photosynthetisch (betreiben Licht-Stoffwechsel) und durch eingelagerte Kieselsäure sehr stabil. Er wächst ausdauernd über ein tief liegendes Rhizom (unterirdischer Ausläuferstock).
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_413137947
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.