Bild folgtKI-generierte IllustrationEragrostis pilosa
Wer das Behaarte Liebesgras (Eragrostis pilosa) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die Pflanze besticht durch ihre extrem feinen, fast wolkenartigen Blütenstände, die ihr eine unvergleichliche Leichtigkeit verleihen. In deinem Garten ist dieses zierliche Gras ein wertvoller Lückenfüller für trockene, warme Stellen, an denen kaum etwas anderes gedeihen möchte. Da es Wärme liebt, dient es als wichtiger Strukturbildner und bietet Schutz für bodenbewohnende Nützlinge wie kleine Laufkäfer oder Spinnen. Obwohl es eher unauffällig wächst, bereichert es die Vielfalt auf versiegelungsnahen Flächen oder in Steingärten. Wenn du einen sonnigen Standort hast, ist dieses Gras eine pflegeleichte Ergänzung für deine Naturoase.
Filigranes Leichtgewicht: Nur 0,21 m hoch und ein wahrer Fan warmer Kalkböden.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegen für dieses Gras keine spezifischen Abhängigkeiten von bestimmten Wildbienen oder Schmetterlingen vor. Sein ökologischer Wert liegt vor allem in der Produktion kleinster Samen mit einem Gewicht von nur 0.0493 mg, die im Herbst und Winter eine Nahrungsquelle für kleine Vögel darstellen. Zudem bietet der dichte, wenn auch niedrige Wuchs einen wichtigen Rückzugsort für die Bodenfauna (kleine Lebewesen im Boden), wie etwa Laufkäfer. Da es Pionierstandorte besiedelt, hilft es dabei, offene Bodenstellen in sonnigen Lagen biologisch zu beleben. Das Behaarte Liebesgras trägt somit zur strukturellen Diversität deines Gartens bei, ohne andere Arten zu verdrängen.
Bitte beachte, dass das Behaarte Liebesgras als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen, da die feinen Grannen oder Haare mechanische Reizungen verursachen könnten. Im Falle eines Unfalls erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.212 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Standort: Das Gras liebt Wärme (Temperaturwert 7) und kommt hervorragend mit trockenen Bedingungen zurecht.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal; die Erde sollte kalkhaltig oder basisch sein (Reaktion 7).
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling zwischen März und Mai, sobald keine harten Fröste mehr zu erwarten sind.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von 0.21 m, ideal für den vorderen Beetrand.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch Selbstaussaat über ihre nur 0.0493 mg leichten Samen, die vom Wind getragen werden.
Pflege: Schneide die vertrockneten Halme erst im späten Winter zurück, um die Struktur im Garten zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Kalk-Aster (Aster amellus) ist eine ideale Begleiterin, da sie dieselben Ansprüche an Sonne und kalkreichen Boden stellt.
Das Behaarte Liebesgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird botanisch als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Art) eingestuft, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile heimisch ist. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie offene Ruderalstellen (unbebaute Rohbodenflächen). Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.21 m bleibt es sehr kompakt und krautig. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal für dich sind die namensgebenden langen Haare an den Übergängen der Blattscheiden.
2 Videos zu Behaartes Liebesgras
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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