Bild folgtKI-generierte IllustrationTribulus terrestris
Auch bekannt als: Erdsternchen, Gokshura
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
An den sternförmig am Boden ausgebreiteten Trieben und den kleinen, gelben Blüten erkennst du den Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestris) sofort. Er ist ein wahrer Überlebenskünstler für karge, sonnige Stellen, an denen viele andere Pflanzen aufgeben. Im Naturgarten bietet er vor allem der Honigbiene (Apis mellifera) eine verlässliche Nahrungsquelle während der heißen Sommermonate. Mit seinem flachen Wuchs füllt er Lücken in Steingärten oder auf kiesigen Wegen perfekt aus. Wenn du einen heißen, trockenen Standort hast, kannst du mit dieser Art einen seltenen Spezialisten bei dir ansiedeln. Schau ruhig mal genauer hin, wie geschickt er den Boden besetzt.
Sonnengenießer im Miniaturformat: Der 4 cm kleine Spezialist für heiße Standorte.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert vor allem die Honigbiene (Apis mellifera) von den Blüten des Erd-Burzeldorns. Da er von Juni bis August blüht, stellt er wertvollen Nektar bereit, wenn viele Frühjahrsblüher bereits verblasst sind. Die Ausbreitungsstrategie der Pflanze ist bemerkenswert: Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) sind mit 13,1133 mg vergleichsweise schwer und für die Tierverbreitung optimiert. Durch ihre stachelige Struktur bleiben sie im Fell von Tieren hängen und werden so über kurze Distanzen transportiert. So trägt die Pflanze aktiv zur Vernetzung kleiner Lebensräume in deinem Garten bei.
Bitte beachte, dass der Erd-Burzeldorn als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Früchte entwickeln harte, sehr spitze Stacheln, die beim Barfußlaufen schmerzhaft sind und sich auch leicht in Tierpfoten festsetzen können. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren empfehle ich daher einen Standort in eher ungenutzten Gartenbereichen oder erhöhten Steingärten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.038 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Platz in voller Sonne (Ellenberg Licht 8), damit sich die Pflanze optimal entwickeln kann.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht (Ellenberg Feuchte 4), aber dennoch gut durchlässig sein.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg Reaktion 7); schwere Lehmböden solltest du mit Sand abmagern.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai, damit die Wurzeln vor dem Sommer Fuß fassen.
Halte die Wuchshöhe von 0,04 m im Blick – er ist ein reiner Bodendecker für den Vordergrund.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze im Winter ohnehin oberirdisch einzieht.
Die Vermehrung erfolgt meist durch Selbstaussaat über seine stacheligen Früchte.
Gute Partnerin: Das Echte Labkraut (Galium verum) – es teilt die Vorliebe für sonnige Kalkstandorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Erd-Burzeldorn gehört zur Familie der Jochblattgewächse (Zygophyllaceae) und ist in den wärmeren Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Ruderalstellen (unbebaute Rohböden), wo er von kalkhaltigen Bedingungen profitiert. Es handelt sich um eine rein krautige, nicht verholzte Pflanze mit breitblättrigen, gefiederten Blättern. Trotz seiner weiten Ausbreitung am Boden bleibt er mit einer Wuchshöhe von nur 0,04 m extrem niedrig. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (nützliche Bodenpilze), die ihn bei der Nährstoffaufnahme unterstützen.
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →