Bild folgtKI-generierte IllustrationErigeron glabratus
Auch bekannt als: Erigeron glabratus
12
Arten
interagieren
27
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt das Kahle Berufkraut (Erigeron glabratus) durch seine strahligen Korbblüten auf, deren feine Zungenblüten oft zartrosa bis weißlich leuchten. Als alpine Staude ist sie eine wichtige Bereicherung für Gärten in höheren Lagen oder kalkreiche Steingärten, da sie extrem robust gegenüber Kälte ist. Besonders Scheckenfalter wie der Kleine Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) schätzen den Nektar dieser Gebirgspflanze. Wenn du einen sonnigen Standort mit mineralischem Boden hast, ist dieses Kraut eine wunderbare Wahl für die Artenvielfalt. Es zeigt dir, dass auch zierliche Pflanzen echte Überlebenskünstler sind.
Alpine Eleganz für Kalkstandorte: Ein Paradies für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Kahle Berufkraut eine wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Zu den Besuchern zählen der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und verschiedene Scheckenfalter-Arten. Besonders hervorzuheben sind der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) sowie der Pracht-Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch der Kleine Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzt die Blüten in den Hochlagen. Durch die Symbiose mit AM-Mykorrhizapilzen (Nutzergemeinschaft mit Wurzelpilzen) trägt die Pflanze zudem zur Bodenstabilität und zum Nährstoffaustausch im Garten-Ökosystem bei.
In der Gartenplanung solltest du beachten, dass das Kahle Berufkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist zwar keine klassische Giftpflanze wie der Eisenhut, dennoch sollte der Kontakt oder Verzehr insbesondere bei Kleinkindern vermieden werden. Platziere die Pflanze am besten in Bereichen des Gartens, die nicht als direkte Spielfläche dienen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz aus (Ellenberg Licht 9), da die Pflanze maximale Helligkeit benötigt.
Boden: Der Boden sollte mager bis normal sein (Mittelzehrer). Vermeide starken Dünger.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch, also mäßig feucht (Ellenberg Feuchte 5). Staunässe muss durch gute Drainage (Wasserabfluss) vermieden werden.
Kalkgehalt: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (Ellenberg Reaktion 8).
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühling (März-Mai) oder Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Vitalität fördern, ist aber in naturnahen Gärten für die Selbstaussaat nicht zwingend nötig.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist das Alpen-Edelweiss (Leontopodium nivale) – beide teilen die Vorliebe für kalkreiche, sonnige Alpinstandorte.
Das Kahle Berufkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind alpine Steinrasen und Felsfluren auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet es sich durch seine weitgehend unbehaarten Stängel und Blätter aus, was es vom Alpen-Berufkraut unterscheidet. Als indigene (einheimische) Art ist es perfekt an das raue Klima der Hochlagen angepasst und besiedelt dort bevorzugt basenreiche (kalkhaltige) Standorte.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →