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Erigeron muralis
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Unverwechselbar ist das Mauer-Berufkraut (Erigeron muralis) an seinen zierlichen, körbchenförmigen Blüten, die oft in großer Zahl an den verzweigten Stängeln erscheinen. Als Archäophyt – eine Pflanzenart, die bereits vor der Entdeckung Amerikas 1492 bei uns eingebürgert wurde – ist es heute ein fester Bestandteil unserer Flora in Deutschland und Österreich. In deinem Naturgarten ist es besonders wertvoll, da es mit einer extrem langen Blütezeit von November bis in den Juli hinein punktet. Damit bietet es gerade in den kargen Wintermonaten und im zeitigen Frühjahr eine wichtige Grundlage im Ökosystem. Wenn du Mauerspalten oder trockene Steinfugen sinnvoll begrünen möchtest, liegst du mit dieser robusten Art genau richtig.
Der unermüdliche Winterblüher: Zuverlässige Nahrung von November bis Juli.
Die ökologische Bedeutung des Mauer-Berufkrauts ergibt sich vor allem aus seinem ungewöhnlichen Blühzyklus, der bereits im November beginnt und bis Juli andauert. Nach aktuellen Bestäubungsdaten stellt es somit eine seltene Nahrungsquelle in den Wintermonaten dar, wenn die meisten anderen heimischen Pflanzen ruhen. In milden Perioden profitieren Insekten, die vorzeitig aktiv werden, von diesem Angebot. Da die Art als indigen (einheimisch) oder etablierter Archäophyt gilt, ist sie bestens in die hiesigen Naturkreisläufe integriert. Die Samen dienen zudem in den Wintermonaten als potenzielle Nahrung für Vögel, die in Gartenstrukturen nach Futter suchen.
Bitte beachte beim Umgang mit der Pflanze, dass das Mauer-Berufkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, Kinder im Garten darauf hinzuweisen, keine Pflanzenteile in den Mund zu nehmen. Für Erwachsene ist die Handhabung bei der Gartenarbeit unbedenklich, sofern die übliche Hygiene eingehalten wird.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Nov – Jul
Bioregion
Continental
Das Mauer-Berufkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zur Gattung der Berufkräuter (Erigeron). Es ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt bevorzugt trocken-warme Standorte wie Felsfluren, Mauern oder Schotterflächen. Die Pflanze zeichnet sich morphologisch durch ihre winzigen, strahlenförmigen Einzelblüten aus, die zu einem Pseudanthium (einem scheinbaren Blütenkopf, der aus vielen Einzelblüten besteht) zusammengefasst sind. In der Roten Liste wird die Art als ungefährdet (*) geführt, was sie zu einer stabilen Wahl für die naturnahe Gestaltung macht.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.