Bild folgtKI-generierte IllustrationErigeron sumatrensis
Auch bekannt als: Erigeron sumatrensis
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Weißliche Berufkraut (Erigeron sumatrensis) an seinem aufrechten Wuchs und den unzähligen, eher unscheinbaren weißlichen Blütenköpfen, die in dichten Rispen stehen. Als Neophyt (eingebürgerte Pflanze) ist es bei uns mittlerweile heimisch und bietet vor allem im Spätsommer eine wichtige Nahrungsquelle. Besonders Edelfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) profitieren von dem späten Nektarangebot. In deinem Garten füllt die Pflanze ökologische Nischen auf nährstoffreichen Plätzen, die sonst oft kahl bleiben. Wenn du ihr ein wenig Platz lässt, unterstützt du die Artenvielfalt bis weit in den Oktober hinein.
Späte Rettung: Ein unverzichtbarer Nektar-Stopp für seltene Scheckenfalter.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wertvolle Anlaufstelle für eine Vielzahl von Faltern. Zu den Besuchern zählen spezialisierte Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) sowie der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer wird regelmäßig an der Pflanze beobachtet. Da die Samen mit nur 0,03 mg extrem leicht sind, dient die Pflanze als Paradebeispiel für die Fernausbreitung durch Wind, was sie zu einem Pionier auf offenen Bodenflächen macht. Durch die späte Blütezeit sichert sie das Überleben von Insekten in einer Zeit, in der viele heimische Wildblumen bereits verblüht sind.
Bitte beachte, dass das Weißliche Berufkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern zu pflanzen. Bei versehentlichem Verzehr oder Unwohlsein sollte zur Sicherheit der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.65 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit sich die Blüten reichlich entwickeln.
Der Boden sollte nährstoffreich sein (Starkzehrer), da die Pflanze viel Energie für ihr Wachstum benötigt.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (Wert 6), wobei Staunässe unbedingt vermieden werden sollte.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst vor den ersten Bodenfrosten.
Halte die vorgegebene Wuchshöhe von exakt 0.65 m bei der Beetplanung im Hinterkopf.
Da die Pflanze eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza — eine Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, fördert ein gesunder, lebendiger Boden ihre Vitalität.
Um eine unkontrollierte Selbstaussaat zu verhindern, kannst du Verblühtes vor der Samenreife zurückschneiden.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Plätze und ergänzt das Blütenangebot ökologisch sinnvoll.
Das Weißliche Berufkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt ursprünglich aus Südamerika, gilt heute aber in Deutschland und Österreich als fest etablierter Neophyt. Es besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohböden) und frische Standorte auf kalkhaltigen Böden. Die Pflanze ist nicht verholzt und zeichnet sich durch einen behaarten Stängel sowie breitblättrige Laubblätter aus. Mit einer Blattfläche von 370,73 mm² und einem sehr leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von 0,03 mg ist sie perfekt an die Ausbreitung durch den Wind angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →