Bild folgtKI-generierte IllustrationEriophorum alpinum
Auch bekannt als: Eriophorum alpinum
Unverwechselbar ist das Alpen-Wollgras (Eriophorum alpinum) durch seine reinweißen, wolligen Fruchtschöpfe, die im späten Frühjahr wie kleine Wattebäusche an den Halmspitzen thronen. Als Spezialist für das Moorbeet bereichert es deinen Garten um eine faszinierende alpine Komponente, die vor allem in feuchten, nährstoffarmen Zonen gedeiht. Da es zu den Sauergrasgewächsen gehört, bietet es eine wichtige Struktur in naturnahen Feuchtbiotopen. Wenn du einen Teichrand oder eine feuchte Senke hast, kannst du mit dieser Art einen seltenen Lebensraum nachbilden. Du wirst sehen, wie die weißen Puschel im Wind tanzen und deinem Garten eine ganz besondere Wildnis-Ästhetik verleihen.
Alpine Eleganz fürs Moorbeet: Das Wollgras mit den schneeweißen Puscheln.
In der ökologischen Gartengestaltung fungiert das Alpen-Wollgras als spezialisierter Nischenbesetzer für extreme Feuchtstandorte. Es stabilisiert den Boden in Uferzonen und trägt zur Diversität von Moorbiotopen bei, die in der freien Landschaft immer seltener werden. Die dichten Horste bieten Schutz und Versteckmöglichkeiten für Amphibien und spezialisierte Wirbellose. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, lässt sich die Relevanz für einzelne Insektenarten nicht quantifizieren. Dennoch ist der Erhalt solcher Spezialisten im Garten ein aktiver Beitrag zum Schutz der heimischen Flora und der mit Feuchtgebieten assoziierten Lebensgemeinschaften.
Das Alpen-Wollgras wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund hierfür sind die Blätter der Sauergrasgewächse, die sehr scharfe Kanten besitzen können und bei unvorsichtiger Berührung zu kleinen Schnittverletzungen führen. Achte bei der Standortwahl darauf, dass Kinder nicht direkt mit dem Laub spielen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens 6 Stunden direktem Licht.
Der Boden muss dauerfeucht bis nass und kalkfrei sein.
Ideal ist ein Substrat aus Torfersatz oder saurer Moorbeeterde.
Pflanzzeit im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Halte den Wurzelbereich stets nass, Staunässe ist hier ausdrücklich erwünscht.
Keine Düngung erforderlich, da die Pflanze an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Im Winter die verblühten Halme als Winterschutz und Struktur stehen lassen.
Vermehrung erfolgt durch vorsichtige Teilung des Horstes im Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) — sie teilt die Vorliebe für saure, nasse Standorte und ergänzt das Gras optisch perfekt.
Das Alpen-Wollgras gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Es ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort vorrangig kalkarme Moore (nährstoffarme, nasse Lebensräume) sowie Zwischenmoore. Im Gegensatz zu verwandten Arten bildet es dichte Horste (büschelartiger Wuchs) und trägt pro Halm nur eine einzelne Ähre (Blütenstand). Morphologisch zeichnet es sich durch seine dreikantigen Stängel und die namensgebenden, seidigen Hüllfäden der Früchte aus.
2 Videos zu Alpen-Wollgras
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →