Bild folgtKI-generierte IllustrationEriophorum scheuchzeri
Auch bekannt als: Scheuchzer-Wollgras
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer Scheuchzers Wollgras einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kugeligen, schneeweißen Wollschöpfen wirkt sie wie eine kleine Wolke, die im Moorbeet direkt über dem Boden schwebt. Dieses zierliche Sauergras (Pflanzenfamilie mit oft dreikantigen Halmen) ist eine hochspezialisierte Art unserer Alpenmoore und in der Natur bereits gefährdet. Im Garten bietet sie seltenen Gästen wie der Gewöhnlichen Schilfradspinne (Larinioides cornutus) einen wichtigen Platz für den Netzbau. Durch die Pflanzung in deinem Garten schaffst du ein wertvolles Refugium für eine Art der Roten Liste. Wenn du einen nassen, sonnigen Standort hast, ist dieses Gras eine pflegeleichte und faszinierende Bereicherung.
Schneeweiße Wattebäusche für dein Moorbeet: Schütze dieses seltene Alpenjuwel.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
In der ökologischen Gartenkultur ist dieses Wollgras ein wichtiger Strukturgeber für spezialisierte Gliedertiere. Nach aktuellen Beobachtungsdaten nutzt die Gewöhnliche Schilfradspinne (Larinioides cornutus) die stabilen Halme, um ihre Netze in feuchter Umgebung aufzuspannen. Die extrem leichten Samen (0,62 mg) werden durch den Wind verbreitet und können so auch entlegene feuchte Trittsteinbiotope erreichen. In seinen natürlichen alpinen Verbreitungsgebieten wird die Pflanze zudem von der Schneegans (Anser caerulescens) besucht. Da die Art auf der Roten Liste (Stufe 3) als gefährdet geführt wird, leistet jeder Bestand im Naturgarten einen direkten Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität.
Scheuchzers Wollgras ist nicht als kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den scharfen Blattkanten, die für Sauergrasgewächse (Cyperaceae) typisch sind und bei unvorsichtiger Berührung feine Schnittwunden an der Haut verursachen können. Die Pflanze selbst ist nicht giftig, sollte aber aufgrund der Verletzungsgefahr nicht direkt neben Spielflächen gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.189 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), damit die Pflanze kräftige Wollschöpfe ausbilden kann.
Der Boden muss dauerhaft nass sein (Ellenberg Feuchte 9); ein Platz in der Sumpfzone des Teichs oder im Moorbeet ist ideal.
Da das Gras ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, darfst du es niemals düngen.
Achte auf ein saures Bodenmilieu (Ellenberg Reaktion 3), das du durch kalkfreies Substrat und das Gießen mit Regenwasser erhältst.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Halte die Pflanze bei ihrer geringen Wuchshöhe von 0,19 m im Vordergrund, damit sie nicht von größeren Pflanzen verdrängt wird.
Schneide die Halme im Herbst nicht ab, da sie über den Winter eine wichtige Schutzfunktion für den Wurzelstock haben.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) – sie teilt die Vorliebe für saure, nasse Standorte und bildet einen hübschen, immergrünen Teppich.
Scheuchzers Wollgras (Eriophorum scheuchzeri) gehört zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales) und zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Es ist in den Hochgebirgen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, wo es spezialisierte Lebensräume wie alpine Hochmoore und Schlammfluren besiedelt. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,19 m bleibt es sehr kompakt. Charakteristisch ist der meist einzeln stehende, endständige Blütenstand, der sich nach der Blüte in den weithin sichtbaren, watteartigen Wollschopf verwandelt. Diese feinen Haare dienen der Windausbreitung der nur 0,62 mg leichten Samen.
1 Video zu Scheuchzers Wollgras

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →