Bild folgtKI-generierte IllustrationEriophyes inangulis Nalepa, 1919
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Das auffälligste Merkmal dieses Tieres sind winzige, pockenartige Ausstülpungen, die sich meist in den Winkeln der Blattadern auf der Blattoberseite bilden. Bei der Art (Eriophyes inangulis) handelt es sich um eine Gallmilbe (Eriophyidae), die so winzig ist, dass du sie mit bloßem Auge kaum erkennen kannst. Diese spezialisierten Spinnentiere leben im Inneren der Pflanzengallen (durch Reizung des Pflanzengewebes entstandene Wucherungen), wo sie vor Fressfeinden und Austrocknung geschützt sind. In diesen geschützten Räumen ernähren sie sich vom Zellsaft ihrer Wirtspflanzen, zu denen vor allem die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) und die Stiel-Eiche (Quercus robur) gehören. Auch an der Grau-Erle (Alnus incana) und der Grün-Erle (Alnus alnobetula) ist die Entwicklung der Jungtiere häufig zu beobachten. In deinem Garten musst du wegen dieser Mitbewohner nicht einschreiten, da sie die Gesundheit der Bäume nicht nennenswert beeinträchtigen. Im Gegenteil, sie bereichern die biologische Vielfalt und dienen wiederum anderen räuberischen Milben als Nahrungsgrundlage. Die Anwesenheit dieser Tiere ist ein Zeichen für ein funktionierendes Naturgefüge. Da sie heimisch (indigen) sind, gehören sie fest in unsere regionale Umwelt.
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Diese Gallmilbe ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos. Sie steht nicht unter besonderem Artenschutz, stellt aber auch keinen Schädling dar, den man bekämpfen müsste. Ein Eingreifen im Garten ist weder notwendig noch ökologisch sinnvoll.
Die Art (Eriophyes inangulis) gehört zur Familie der Gallmilben (Eriophyidae) innerhalb der Unterklasse der Milben (Acari). Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien, wo sie als heimisch gilt. Diese Tiere sind hochgradig spezialisiert und verbringen den Großteil ihres Lebenszyklus in engem Kontakt mit ihren Wirtspflanzen. Taxonomisch wird sie innerhalb der Gattung (Eriophyes) geführt, die für ihre gallbildende Lebensweise auf Laubgehölzen bekannt ist.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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