Bild folgtKI-generierte IllustrationEriophyes tiliae (H.A.Pagenstecher, 1857)
H.A.Pagenstecher, 1857
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Wirtspflanzen
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Auffällige, hornartige Ausstülpungen auf den Blättern deiner Linden deuten auf die Anwesenheit der Lindengallmilbe (Eriophyes tiliae) hin. Diese winzigen Spinnentiere sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, doch ihre rötlichen oder gelblichen Gallen (durch Saugreize ausgelöste Pflanzendeformationen) sind im Sommer unübersehbar. Im Inneren dieser Hohlformen lebt und vermehrt sich die Milbe, gut geschützt vor Fressfeinden und extremen Witterungseinflüssen. Die Ernährung erfolgt allgemein durch das Saugen an Pflanzensäften der Wirtspflanze. Ökologisch gesehen sind diese Tiere ein natürlicher Bestandteil unseres Ökosystems und dienen räuberischen Milben als wichtige Nahrungsquelle. Als Gärtner kannst du völlig unbesorgt bleiben, da der Befall die allgemeine Vitalität der Bäume nicht beeinträchtigt. Es handelt sich primär um eine optische Veränderung des Laubes, die keinen Handlungsbedarf erfordert. Ein Eingreifen mit chemischen Mitteln ist weder notwendig noch im Sinne des Artenschutzes empfehlenswert. Du kannst befallenes Laub im Herbst einfach im Garten belassen. Die Natur reguliert das Verhältnis zwischen Milbe und Baum in der Regel ohne menschliches Zutun.
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Diese Milbenart ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos. Da sie die Gesundheit und Standfestigkeit der besiedelten Bäume nicht gefährdet, sind keinerlei Bekämpfungsmaßnahmen im Garten erforderlich.
Die Lindengallmilbe (Eriophyes tiliae) ist ein Vertreter der Gallmilben (Eriophyidae) und in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch. Sie ist auf Gehölze wie die Winter-Linde, Silber-Linde, Krim-Linde, Rot-Esche sowie die Unterart (Tilia platyphyllos subsp. cordifolia) spezialisiert. Durch die Abgabe von Speichelsekreten während der Saugtätigkeit induziert (löst aus) sie die Bildung von charakteristischen Pflanzengallen. Diese Lebensweise ermöglicht eine geschützte Entwicklung direkt im Blattgewebe.
5 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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