Bild folgtKI-generierte IllustrationErythranthe guttata
Auch bekannt als: Erythranthe guttata
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Gelbe Gauklerblume (Erythranthe guttata) durch ihre goldgelben, rachenförmigen Blüten auf, die im Schlund oft kleine rote Punkte tragen. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie feuchte Stellen besiedelt, die für viele andere Stauden zu nass sind. Besonders wertvoll ist sie als Raupenfutter für die Dreipunkt-Glanzeule (Macdunnoughia confusa), einen hübschen Nachtfalter. Wenn du also eine Uferzone oder einen Bachlauf hast, machst du mit dieser Pflanze alles richtig. Sie bringt nicht nur Farbe, sondern echtes Leben in die feuchten Ecken deines Grundstücks.
Wichtige Futterpflanze für die Dreipunkt-Glanzeule und Farbe am Teichrand.
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Nach aktuellen Beobachtungen spielt die Gelbe Gauklerblume eine wichtige Rolle im Ökosystem nasser Standorte. Sie dient als spezifische Raupenfutterpflanze für die Dreipunkt-Glanzeule (Macdunnoughia confusa). Die auffälligen Blüten bieten Nektar für langrüsselige Insekten, die tief in den Blütenschlund eindringen können. Da sie über mehrere Monate blüht, stellt sie eine verlässliche Nahrungsquelle dar. Im Winter bieten die verblühten Stände Strukturen für Insekten, während die Samen von Vögeln genutzt werden können.
Die Gelbe Gauklerblume ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, solltest du sie sicherheitshalber nicht in unmittelbarer Reichweite von Kleinkinderspielflächen pflanzen. Verwechslungen mit stark giftigen Arten im selben Lebensraum sind bei genauer Betrachtung der typischen Blütenform kaum möglich.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Mai – Jan
Standort: Die Pflanze benötigt einen Platz in der Sonne oder im Halbschatten.
Boden: Der Boden muss dauerhaft nass sein; ideal ist ein Standort mit einem Ellenberg-Feuchtewert von 8 (sehr feucht bis nass).
Pflanzzeit: Setze die Gauklerblume von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Achte darauf, dass die Erde niemals austrocknet, besonders in heißen Sommern.
Vermehrung: Sie breitet sich über Ausläufer und Versamung selbstständig aus, was an Ufern erwünscht ist.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine Zweitblüte fördern.
Partnerpflanze: Eine gute Begleiterin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides). Beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich optisch hervorragend am Teichrand.
Die Gelbe Gauklerblume (Erythranthe guttata) wird heute der Familie der Gauklerblumengewächse (Phrymaceae) zugeordnet. In Österreich gilt sie als heimisch und besiedelt bevorzugt Gräben, Bachränder und nasse Wiesen. Typisch sind der vierkantige Stängel und die gegenständigen (paarweise gegenüberstehenden) Blätter. Die Blüten sind zygomorph (spiegelsymmetrisch), was bedeutet, dass sie nur durch eine einzige Ebene in zwei gleiche Hälften geteilt werden können – ähnlich wie ein Gesicht. Sie wächst meist ausdauernd und krautig.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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