Bild folgtKI-generierte IllustrationErythromma lindenii
Auch bekannt als: Agrion de vander Linden, Pokal-Azurjungfer, Pokaljungfer
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Die Scharlachlibelle (Erythromma lindenii) ist ein heimisches Fluginsekt mit einem sehr schlanken Körperbau und einer Körperlänge von etwa 30 bis 35 Millimetern, das oft patrouillierend über der Wasseroberfläche zu beobachten ist. In Deinem Garten hält sie sich vorzugsweise an stehenden Gewässern auf, wobei sie zur Eiablage Pflanzen wie das Brasilianische Tausendblatt besucht. Den Großteil ihres Lebens verbringt sie als räuberische Larve unter Wasser, wo sie mit einer Fangmaske (einem ausklappbaren Greiforgan am Kopf) Jagd auf Kleinstlebewesen macht. Zum Schlupf klettern die Larven an Halmen wie jenen der Filipendula ulmaria var. denudata empor, um die Larvenhülle zu verlassen. Als erwachsenes Tier, auch Imago (geschlechtsreifes Insekt) genannt, nutzt sie ihre vier Flügel für geschickte Jagdmanöver in der Luft. Da sie als reiner Fleischfresser andere Insekten wie Mücken erbeutet, ist sie ein nützlicher Gast in jedem Naturgarten. Du kannst sie fördern, indem Du Uferzonen naturnah gestaltest und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. Im April befinden sich die Tiere noch in ihrer aquatischen (im Wasser stattfindenden) Larvenphase. Ihre Anwesenheit ist ein Kompliment an Deinen Garten, da sie sauberes Wasser und eine intakte ökologische Struktur benötigt. Als Nachbar empfehle ich Dir, an sonnigen Vormittagen Ausschau nach den ersten schlüpfenden Libellen an den Teichpflanzen zu halten.
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Die Scharlachlibelle ist für Menschen vollkommen harmlos, da sie weder stechen noch beißen kann. Als streng geschützte Art ist sie ein wertvoller Nützling, der die Insektenpopulation in Deinem Garten auf natürliche Weise reguliert. Du kannst sie bedenkenlos aus der Nähe beobachten, ohne eine Gefahr befürchten zu müssen.
Die Scharlachlibelle (Erythromma lindenii) gehört zur Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Mit einer Länge von rund 35 Millimetern ist sie ein typischer Vertreter der Kleinlibellen (Zygoptera), die ihre Flügel in Ruheposition meist zusammenfalten. Ihre Lebensweise ist eng an vegetationsreiche Stillgewässer gebunden, in denen die räuberischen Larven heranwachsen. Taxonomisch wurde die Art bereits im Jahr 1840 durch den Forscher Selys wissenschaftlich beschrieben.
2 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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