Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Wenn du im Frühjahr oder frühen Sommer an deinen Doldenblütlern im Garten eine besonders flinke Schwebfliege entdeckst, die fast starr in der Luft steht, hast du vermutlich *Eupeodes goeldlini* vor dir. Als erfahrener Gärtner schätze ich diese Tiere sehr, da sie als Nützlinge gelten. Die Larven dieser Schwebfliegenart ernähren sich nämlich räuberisch von Blattläusen. Sie besitzen einen recht spezialisierten Appetit und helfen dir dabei, das biologische Gleichgewicht an deinen Stauden zu wahren, ganz ohne dass du zum Spritzmittel greifen musst. Die erwachsenen Fliegen selbst sind auf die Aufnahme von Nektar und Pollen angewiesen, um ihre Energie für die Suche nach Eiablageplätzen zu gewinnen.
Die Entwicklung beginnt meist schon im zeitigen Frühjahr. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier gezielt in die Nähe von Blattlauskolonien ab, damit die schlüpfenden Larven sofort Futter finden. Die Larve durchläuft eine Entwicklung, bei der sie mehrmals ihre Haut wechselt, bevor sie sich verpuppt. Die erwachsenen Fliegen der neuen Generation fliegen je nach Witterungsverlauf bis in den Hochsommer hinein. Als Gärtner bietest du ihnen den besten Lebensraum, wenn du in deinem Garten auf eine Abfolge verschiedener blühender Pflanzen achtest, die von März bis August Pollen und Nektar bereitstellen.
Schwebfliegen sind vollkommen harmlose Insekten. Sie stechen nicht, da ihr Mundwerkzeug ausschließlich zur Aufnahme von flüssiger Nahrung wie Nektar ausgelegt ist. Ihre Ähnlichkeit mit Wespen oder Bienen ist eine sogenannte Mimikry – das ist eine Schutzanpassung, bei der harmlose Tiere das Aussehen wehrhafter Arten annehmen, um Fressfeinde abzuschrecken. Du kannst diese Tiere also völlig unbesorgt beobachten, wenn sie sich auf deine Hand setzen.
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae) | Gattung: Eupeodes. Der wissenschaftliche Name ordnet die Art innerhalb der Ordnung der Zweiflügler (Diptera) ein. Die Gattung Eupeodes zeichnet sich durch charakteristische gelbe Fleckenmuster auf dem dunklen Hinterleib aus, die oft wie ein 'Tropfen' oder eine 'Träne' geformt sind. Die Unterscheidung der Arten innerhalb dieser Gattung ist selbst für Fachleute anspruchsvoll und erfordert oft den Blick durch ein Binokular, um die feine Beborstung oder die Form der männlichen Geschlechtsorgane (Genitalmorphologie) zu analysieren.
•SAFEGUARD Pollinator Traits — CC BY 4.0SAFEGUARD Pollinator Traits contributors (wild-bee release 2024-09-22; hoverfly release 2024-03-26).
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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