
Euphorbia amygdaloides subsp. amygdaloides
Auch bekannt als: Euphorbia amygdaloides subsp. amygdaloides
Schon von weitem fällt die Mandelblättrige Wolfsmilch durch ihre leuchtend gelb-grünen Blütenstände und die dunklen, wintergrünen Blattrosetten auf. Als heimische Wildpflanze ist sie eine verlässliche Partnerin für die oft schwierigen, schattigen Bereiche unter Bäumen oder an Nordwänden. Sie bringt Struktur in deinen Garten, auch wenn die meisten anderen Stauden noch im Winterschlaf liegen. Durch ihre Fähigkeit, mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (Wurzelpilz-Gemeinschaften) zusammenzuarbeiten, ist sie im Boden bestens vernetzt. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die ökologischen Wert mit Beständigkeit vereint, ist sie die richtige Wahl für dich.
Heimischer Schattenkünstler: Die wintergrüne Wolfsmilch für Waldgarten-Flair.
Diese Wolfsmilch übernimmt eine wichtige Funktion als dauerhafter Bodenbesiedler im Halbschatten und Schatten. Da sie wintergrün ist, bietet sie ganzjährig Schutz für die Bodenfauna und verhindert Erosion auf nackter Erde. Die Ausbreitungsstrategie basiert auf leichten Diasporen (Samen) mit einem Gewicht von etwa 3.63 mg, was eine Fernausbreitung ermöglicht. Nach aktuellen ökologischen Einstufungen ist sie als ungefährdet (Rote Liste *) gelistet und stabilisiert durch ihre Mykorrhiza-Anbindung das mikrobielle Netzwerk im Gartenboden. Sie dient als fester Bestandteil naturnaher Waldgesellschaften und fördert so die natürliche Dynamik im heimischen Ökosystem.
Die Pflanze ist giftig. Der enthaltene Milchsaft weist Terpenverbindungen (Diterpenester) auf, die bei Kontakt starke Hautreizungen verursachen und bei Einnahme zu Vergiftungen führen können. Halte Kinder und Haustiere fern und trage stets Handschuhe bei der Pflege. Im Vergiftungsfall kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.406 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen schattigen Platz, ideal ist ein Standort im lichten Schatten von Laubbäumen.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide sowohl Staunässe als auch völliges Austrocknen.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) genügt; die Pflanze benötigt keinen zusätzlichen Dünger.
Wuchshöhe: Plane mit einer stabilen Höhe von 0.41 m.
Pflanzzeit: Setze die Wolfsmilch im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Schutz: Trage bei der Pflanzung Handschuhe, um Kontakt mit dem reizenden Milchsaft zu vermeiden.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand, bleibt dabei aber unaufdringlich.
Rückschnitt: Schneide verblühte Triebe erst im Spätwinter zurück, damit die Blätter im Winter als Bodenbedeckung dienen.
Partnerin: Buschwindröschen (Anemone nemorosa) – es liebt die gleichen Bodenverhältnisse und ergänzt den Austrieb im Frühjahr.
Die Mandelblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides subsp. amygdaloides) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Als indigene (einheimische) Art ist sie in unseren Breiten vor allem in frischen Laubmischwäldern zu Hause. Typisch für diese krautige Pflanze ist der weiße Milchsaft und die besondere Blütenform, die sogenannten Cyathien (Scheinblüten). Sie erreicht eine exakte Wuchshöhe von 0.41 m und bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse an mäßig warmen Standorten. Ihre Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Samen, die oft durch Wind oder Ameisen transportiert werden.
1 Video zu Mandelblättrige Wolfsmilch
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Copyright© Jürgen Vogt All Rights Reserved / Adobe Stock / AdobeStock_1436216618
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