Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia characias
Auch bekannt als: Palisaden-Wolfsmilch
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
3
Arten
interagieren
200
Interaktionen
dokumentiert
An ihren walzenförmigen, grünlich-gelben Blütenständen lässt sich die Palisaden-Wolfsmilch (Euphorbia characias) sofort erkennen. Mit ihren schmalen, bläulich-grünen Blättern und der stattlichen Wuchshöhe von 1,0 m bringt sie eine fast mediterrane Struktur in deinen Garten. Da sie bereits im Februar blüht, bietet sie einen der frühesten Lichtblicke im Gartenjahr und ergänzt das Angebot für die frühe Insektenwelt. Als Halbstrauch (Pflanze, die unten fest wird, aber hier laut Daten nicht verholzt) bleibt sie auch im Winter attraktiv. Wenn du eine markante Pflanze suchst, die mit Trockenheit gut zurechtkommt, machst du mit ihr alles richtig.
Imposanter Winterprofi: Die 1,0 m hohe Wolfsmilch blüht schon im Februar.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten liegt die Blütezeit dieser Art ausschließlich im Februar. In diesem sehr frühen Monat stellt sie ein wichtiges strukturelles Element im Garten dar, während die meisten anderen Pflanzen noch in der Winterruhe sind. Konkrete Daten zu spezifischen Beziehungen mit Wildbienen oder Faltern liegen für diese Art in der Datenbank derzeit nicht vor. Dennoch bereichert sie die Biodiversität durch ihre wintergrünen Blätter, die Kleinstlebewesen auch in der kalten Jahreszeit Schutz bieten. Ihr früher Blühimpuls ist ein wertvoller Baustein für ein lückenloses Blütenangebot von Jahresbeginn an.
Die Palisaden-Wolfsmilch ist in allen Teilen giftig und nicht kindersicher. Der weiße Milchsaft enthält Terpenverbindungen (Diterpenester), die bei Kontakt starke Hautreizungen und bei Einnahme Vergiftungen hervorrufen. Trage beim Rückschnitt unbedingt Handschuhe. Bei Notfällen kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Feb – Feb
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht und Wärme benötigt.
Der Boden sollte durchlässig und eher mager sein; vermeide unbedingt Staunässe.
Pflanze die Wolfsmilch im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte ausreichend Pflanzabstand ein, da die Pflanze eine Höhe von genau 1,0 m erreicht.
Ein Rückschnitt der abgeblühten Triebe bis zur Basis im späten Frühjahr fördert den frischen Austrieb von unten.
Da die Art nicht verholzt, ist kein klassischer Gehölzschnitt nötig.
Die Vermehrung kann über Selbstaussaat erfolgen, wenn du die Samenstände ausreifen lässt.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie hat die gleichen Standortansprüche und ergänzt das Beet ökologisch sinnvoll.
Die Palisaden-Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In unserer Region findet man sie meist in Gärten oder in milden Lagen verwildert an trocken-warmen Standorten. Morphologisch auffällig ist der Wuchs als nicht verholzter Halbstrauch mit breitblättrigem, wintergrünem Laub. Ihre Scheinblüten (Cyathien) sind typisch für die Gattung und bilden bei dieser Art dichte, aufrechte Kerzen.
1 Video zu Palisaden-Wolfsmilch

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →