Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia illirica
Auch bekannt als: Zottige Wolfsmilch
Wer die Wollige Wolfsmilch (Euphorbia illirica) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren behaarten Stängeln und den markanten, grünlich-gelben Blütenständen ist sie eine außergewöhnliche Erscheinung. Da sie auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Kategorie 1) geführt wird, ist sie für den Naturgarten ein unschätzbarer Beitrag zum Artenschutz. Als Bewohnerin feuchter Wiesen besetzt sie eine ökologische Nische, die in modernen Gärten selten geworden ist. Du machst hier alles richtig, wenn du dieser seltenen Schönheit an einem feuchten Plätzchen eine dauerhafte Heimat gibst. Deine Unterstützung hilft dabei, ein fast verschwundenes Juwel unserer Flora zu bewahren.
Rote-Liste-Schatz: 0,76 m pure Seltenheit für deinen feuchten Gartenstandort.
Die ökologische Bedeutung der Wolligen Wolfsmilch ergibt sich vor allem aus ihrer extremen Seltenheit als Rote-Liste-Art. Da für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, lässt sich aus der Gattung ableiten, dass sie als Nektarquelle für spezialisierte Fliegen und Wespen dient. Ihre Samen sind mit einem Gewicht von 5,31 mg vergleichsweise schwer, was auf eine Kurzdistanzausbreitung hindeutet. Eine Ausbreitung durch Tiere (Zoochorie) ist aufgrund des Samengewichts und der Standortnähe wahrscheinlich. Indem du diese Pflanze kultivierst, sicherst du das Überleben einer Art, deren natürlicher Lebensraum in der freien Landschaft fast vollständig verschwunden ist.
Die Pflanze ist giftig und enthält in allen Teilen einen weißen Milchsaft. Dieser Saft enthält Terpenverbindungen (Diterpenester, Phorbolester), die bei Hautkontakt Reizungen auslösen und bei Einnahme zu Vergiftungen führen können. Trage bei der Pflege Handschuhe und halte Kinder fern. Im Notfall kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.755 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 7: volle Sonne).
Der Boden sollte dauerhaft frisch bis feucht sein (Ellenberg Feuchtewert 7: mäßig feucht bis feucht).
Ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung ist ideal (Mittelzehrer, Ellenberg Nährstoffwert 4).
Achte auf einen neutralen bis schwach sauren Boden (Ellenberg Reaktionszahl 6).
Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Da die Pflanze eine Wuchshöhe von genau 0,76 m erreicht, solltest du einen Pflanzabstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern einplanen.
Ein Rückschnitt ist im Spätherbst möglich, aber nicht zwingend erforderlich.
Die Vermehrung erfolgt primär über die schweren Samen (5,31 mg), die meist in der Nähe der Mutterpflanze zu Boden fallen.
Gute Partnerin: Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) – er teilt die Vorliebe für feuchte Böden und ergänzt die Wolfsmilch ökologisch perfekt.
Die Wollige Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist in Deutschland und Österreich als indigen (einheimisch) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst wechselfeuchte Wiesen und Uferbereiche, weshalb sie ökologisch als Feuchtezeiger gilt. Morphologisch zeichnet sich diese krautige Pflanze durch ihre weiche Behaarung aus, was sie deutlich von anderen, glatten Wolfsmilch-Arten unterscheidet. Trotz ihres Status als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie heute in ihrem Bestand hochgradig gefährdet und streng geschützt.
1 Video zu Wollige Wolfsmilch
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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