Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia palustris
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Du erkennst die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) sofort an ihrem stattlichen, horstigen Wuchs und den leuchtend gelbgrünen Scheinblüten (Blütenstände, die wie eine Einzelblüte wirken), die im Frühjahr wie kleine Sonnen im Garten leuchten. Diese Art ist ökologisch höchst bedeutsam, da sie spezialisierten Insekten wie dem Rotbeinigen Zipfelkäfer oder der Blattwespe (Macrophya montana) eine Lebensgrundlage bietet. In der freien Natur ist sie gefährdet und steht auf der Roten Liste 3, weshalb du mit ihr einen echten Beitrag zum Artenschutz leistest. Die Pflanze ist robust und besticht im Herbst durch eine feurige Laubfärbung. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, ist sie die ideale Wahl für dich.
Gefährdeter Prachtkerl: Die Sumpf-Wolfsmilch rettet seltene Punktkäfer.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Sumpf-Wolfsmilch ein wichtiger Knotenpunkt im Garten-Ökosystem. Besonders spezialisierte Insekten wie Punktkäfer und der Rotbeinige Zipfelkäfer nutzen die Blüten intensiv. Auch die Blattwespe (Macrophya montana) ist regelmäßig an der Pflanze zu finden. Da sie auf der Roten Liste 3 als gefährdet geführt wird, ist jeder Bestand in Gartenkultur ein wertvoller Rückzugsort für die assoziierte Insektenwelt. Sogar der Schwertlilienrüßler besucht diese Wolfsmilchart regelmäßig. Die standfesten Stängel dienen im Winter zudem als Überwinterungsquartier für verschiedene Kleintiere.
Die Sumpf-Wolfsmilch ist nicht kindersicher, da sie wie alle Wolfsmilchgewächse einen giftigen Milchsaft enthält. Dieser Saft kann bei Kontakt starke Hautreizungen oder allergische Reaktionen hervorrufen. Trage beim Rückschnitt im Februar daher immer Handschuhe und achte darauf, dass kein Saft in die Augen gelangt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.97 m
Die Sumpf-Wolfsmilch benötigt einen sonnigen Standort und kommt mit normaler Gartenerde gut zurecht, solange diese ausreichend feucht bleibt.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) braucht sie keine übermäßige Düngung.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen (frostfrei) ist.
Im späten Winter (Februar) solltest du die alten Triebe bodennah zurückschneiden, bevor der neue Austrieb beginnt.
Die Vermehrung kann unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Achte darauf, dass der Boden niemals ganz austrocknet, besonders in heißen Sommern.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – beide teilen die Vorliebe für feuchte Füße und bieten dem Schwertlilienrüßler einen gemeinsamen Lebensraum.
Diese Kombination bildet eine ökologisch wertvolle Pflanzengesellschaft für Teichränder oder Sumpfbeete.
Die Sumpf-Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist eine indigene (einheimische) Staude in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Standorte wie Ufer oder Sumpfwiesen. Morphologisch (rein äußerlich) besticht sie durch ihre kräftigen, bis zu einem Meter hohen Triebe, die bei Verletzung einen weißen Milchsaft absondern. Sie geht eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) ein, was ihre Nährstoffaufnahme und Widerstandsfähigkeit am Standort verbessert.
3 Videos zu Sumpf-Wolfsmilch



7 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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