Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia peplus
Auch bekannt als: euphorbe des jardins
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die hellgrünen, fast gelblichen Scheindolden (schirmförmige Blütenstände), die der Garten-Wolfsmilch ihr typisches, frisches Aussehen verleihen. Du erkennst sie zudem an ihren rundlich-eiförmigen Blättern und dem kompakten Wuchs. Obwohl sie oft als Unkraut verkannt wird, ist sie ein wertvoller Bestandteil eines lebendigen Gartens. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört sie schon lange zu unserer Flora. In Deinem Garten bietet sie Nahrung für Besucher wie den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis). Schau doch mal genau hin, bevor Du zur Hacke greifst – diese kleine Pflanze bereichert Deine Beete auf ganz unaufdringliche Weise.
Kompakter Nährstoffzeiger mit langer Blütezeit von Juli bis Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Garten-Wolfsmilch eine nützliche Anlaufstelle für verschiedene Insekten. Zu den beobachteten Besuchern gehört unter anderem der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis), der die Pflanze als Jagdgrund oder Rastplatz nutzt. Da sie von Juli bis Oktober blüht, bietet sie in einer Zeit Nahrung, in der viele Frühjahrsblüher bereits verschwunden sind. Die Ausbreitung der Art wird durch das geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 0.5429 mg begünstigt, was eine weite Verteilung der Samen ermöglicht. Auch wenn sie klein ist, stabilisiert sie als bodennahes Kraut das Mikroklima auf nährstoffreichen Standorten.
Die Garten-Wolfsmilch ist giftig. Der weiße Milchsaft enthält Terpenverbindungen (Diterpenester), die bei Kontakt starke Hautreizungen und bei Einnahme Vergiftungen hervorrufen können. Trage bei der Gartenarbeit Handschuhe und halte Kinder fern. Im Notfall kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.189 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), damit die Pflanze ihre typische Färbung entwickelt.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht (Ellenberg Feuchte 4), aber niemals staunass sein.
Da sie ein Starkzehrer (Ellenberg Nährstoffe 7) ist, benötigt sie einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Ideale Bodenreaktion: neutral bis schwach sauer (Ellenberg Reaktion 6).
Pflanzzeit: Im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Beachte die Wuchshöhe von genau 0.19 m bei der Auswahl des Standortes im Beetvordergrund.
Die Vermehrung erfolgt meist von selbst durch die leichten Samen (0.5429 mg), die über den Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzt die Wolfsmilch ökologisch in naturnahen Gartenbereichen.
Die Garten-Wolfsmilch (Euphorbia peplus) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) in der Ordnung der Malpighienartigen. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch beziehungsweise als Archäophyt fest etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst oft nährstoffreiche Äcker und Gärten, was sie zu einer typischen Kulturfolgerin macht. Eine morphologische Besonderheit ist der weiße Milchsaft, der bei Verletzungen austritt, sowie die Cyathien (becherförmige Scheinblüten), die für diese Gattung charakteristisch sind. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.19 m bleibt sie eher unscheinbar und besiedelt geschickt offene Bodenstellen.
3 Videos zu Garten-Wolfsmilch



•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →