Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphrasia minima
Auch bekannt als: Zwerg-Augentrost, Alpen-Augentrost
Artengruppe
An seinen winzigen, rachenförmigen Blüten lässt sich der Alpen-Augentrost (Euphrasia minima) sofort erkennen. Mit einer Wuchshöhe von gerade einmal 0,1 m ist er ein wahrer Zwerg in deinem Garten, der besonders durch seine späte Blütezeit von Juli bis Oktober besticht. Da er ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, eignet er sich hervorragend für karge, lichte Gartenbereiche. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert diese einheimische Art die Vielfalt in deinem Steingarten oder Heidebeet. Er zeigt dir eindrucksvoll, dass wahre Schönheit oft im Kleinen liegt. Probier es doch mal an einem sonnigen, kalkfreien Plätzchen bei dir aus.
Zierlicher Alpenspezialist: Späte Blütenpracht für karge und saure Gartenplätze.
Der Alpen-Augentrost ist ein fester Bestandteil unserer heimischen Flora und besiedelt ökologische Nischen auf mageren Böden. Seine Blütezeit von Juli bis Oktober ist besonders wertvoll, da er dann blüht, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Die Verbreitung erfolgt über extrem leichte Samen, die ein Gewicht von nur 0,18 mg aufweisen, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. In deinem Garten unterstützt er als indigene (einheimische) Art das natürliche Gleichgewicht auf kargen Standorten. Da er als Schwachzehrer gilt, hilft er dabei, die Biodiversität in nährstoffarmen Biotopen zu erhöhen. Er ist ein leiser, aber wichtiger Akteur in der alpinen und subalpinen Pflanzenwelt.
Der Alpen-Augentrost wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Falls Kinder oder Haustiere in deinem Garten spielen, solltest du ihn vorsichtshalber an Stellen pflanzen, die nicht direkt zugänglich sind. Bei Vergiftungsverdacht kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze kompakt und gesund wächst.
Feuchte 5: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe.
Nährstoffe 3: Setze ihn unbedingt in mageren Boden; zu viele Nährstoffe verdrängen diesen Spezialisten.
Reaktion 2: Achte auf ein saures Bodenmilieu; auf kalkhaltigem Untergrund gedeiht er nicht.
Wuchshöhe: Mit exakt 0,1 m Höhe sollte er im Vordergrund oder in Pflanzgefäßen stehen, damit er nicht von Nachbarn überdeckt wird.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Setzen ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst vor dem ersten Bodenfrost.
Vermehrung: Die Pflanze nutzt leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) von nur 0,18 mg, die sich durch den Wind im Garten verteilen.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen sauren und mageren Standortbedingungen bevorzugt.
Der Alpen-Augentrost (Euphrasia minima) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort vorzugsweise saure, magere Standorte in kühleren Gebirgslagen. Als krautige, nicht verholzte Pflanze bleibt er mit 0,1 m extrem bodennah. Seine Blätter sind breitblättrig und mit einer Fläche von 33,66 mm² recht klein. Da er kühle Temperaturen (Temperaturzeiger 2) bevorzugt, ist er ein Spezialist für kühle Gebirgsgärten oder entsprechende Kleinklimata im Flachland.
1 Video zu Alpen-Augentrost (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →