Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphrasia minima agg.
Artengruppe
Du erkennst den Alpen-Augentrost an seinem extrem zierlichen Wuchs von nur 10 Zentimetern und den charakteristischen, rachenförmigen Blüten, die oft gelb oder weißlich schimmern. Als Mitglied der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) lebt er als Halbschmarotzer (entzieht Nachbarpflanzen Wasser und Nährstoffe) und hilft so, wüchsige Gräser im Zaum zu halten. Dies schafft wertvollen Platz für andere zarte Kräuter in deinem Magerbeet. Da er alpine Lagen liebt, bringt er echtes Gebirgsflair in deinen naturnahen Garten. Wenn du ihn erfolgreich ansiedelst, machst du alles richtig: Er ist ein Zeiger für gesunde, ungedüngte Böden.
Winziger Alpengast: Ein Halbschmarotzer für mehr Vielfalt auf saurem Magerboden.
Als Halbschmarotzer spielt der Alpen-Augentrost eine besondere ökologische Rolle, indem er die Dominanz von Gräsern bricht und so die botanische Artenvielfalt auf kleinen Flächen fördert. Da für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, glänzt sie im Garten primär als Strukturgeber für spezialisierte Magerbiotope. Seine winzigen Samen (0,18 mg) ermöglichen eine Fernausbreitung durch den Wind, was die natürliche Besiedlung neuer Gartenbereiche begünstigt. Die Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil funktionierender Gebirgsökosysteme und zeigt eine hohe Spezialisierung auf kühle, alpine Standorte an.
Der Alpen-Augentrost wird als nicht kindersicher eingestuft. Es liegen zwar keine Berichte über schwere Vergiftungen vor, dennoch sollten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Falls Kinder oder Haustiere wider Erwarten größere Mengen aufnehmen und Symptome zeigen, kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), idealerweise mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Der Boden muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer); verzichte unbedingt auf jeglichen Dünger.
Achte auf eine gleichmäßige Frische (Feuchtewert 4), der Boden darf weder staunass sein noch völlig austrocknen.
Verwende ein saures Substrat (Reaktionswert 3), wie es natürlicherweise in Heidelandschaften vorkommt.
Pflanzzeit ist im Frühling (März-Mai) oder Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze mit nur 0,1 m sehr klein bleibt, setze sie an den Beetrand oder in einen gut einsehbaren Steingarten.
Als Halbschmarotzer benötigt er Gräser oder Kräuter als Wirte in direkter Nachbarschaft, um optimal zu gedeihen.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – sie liebt denselben sauren, mageren Boden und bietet einen stabilen Rahmen.
Der Alpen-Augentrost (Euphrasia minima agg.) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in den Gebirgsregionen Mitteleuropas heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind bodensaure Magerrasen (nährstoffarme Wiesen auf saurem Untergrund) und alpine Matten. Botanisch auffällig sind die kleinen, breitblättrigen Laubblätter und der unverholzte, krautige Wuchs. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,1 m gehört er zu den kleinsten Vertretern seiner Gattung und ist perfekt an das raue, kühle Klima der Hochlagen angepasst.
1 Video zu Alpen-Augentrost (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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