Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphrasia stricta agg.
An ihren kleinen, rachenförmigen weißen Blüten mit dem markanten gelben Fleck lässt sich der Steife Augentrost (Euphrasia stricta agg.) sofort erkennen. Diese zierliche Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil für die Artenvielfalt auf mageren Wiesen und in naturnahen Gärten. Da sie bevorzugt auf nährstoffarmen Böden wächst, hilft sie dir dabei, karge Standorte ökologisch aufzuwerten. Auch wenn sie klein bleibt, ist sie ein echtes Spezialistengewächs unserer gebietsfremd Flora. Wenn du diese Art bei dir ansiedelst, förderst du eine seltene Pflanzengesellschaft direkt vor deiner Haustür. Schau doch mal genau hin, wie sie sich in dein Gartenbild einfügt.
Zierliches Wunder für magere Wiesen: Natur-Schönheit auf genau 0,16 Metern.
In deinem Naturgarten übernimmt der Steife Augentrost eine wichtige ökologische Funktion auf mageren Flächen. Seine Diasporen, also die Ausbreitungseinheiten, sind mit einem Gewicht von nur 0,1282 mg extrem leicht. Das ermöglicht der Pflanze eine effiziente Fernausbreitung durch den Wind, was zur Vernetzung von Lebensräumen beiträgt. Durch die Besiedlung nährstoffarmer Standorte stabilisiert er spezialisierte Pflanzengemeinschaften. Da die Blätter eine Fläche von rund 25 mm² aufweisen, bietet die Pflanze trotz ihrer geringen Größe Struktur in der bodennahen Krautschicht. Jeder Bestand fördert die botanische Vielfalt und erhält einen Lebensraum, der in der modernen Kulturlandschaft immer seltener wird. Er ist ein wertvoller Baustein für ein funktionierendes Ökosystem im Kleinen.
Die Pflanze gilt laut den vorliegenden Daten als nicht kindersicher. Du solltest also darauf achten, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.163 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für ihre Entwicklung benötigt.
Der Boden sollte mager sein; verzichte auf Dünger, da der Steife Augentrost als Schwachzehrer an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Halte die Erde frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe durch gute Bodendurchlässigkeit.
Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,16 m eignet sich die Pflanze ideal für den vorderen Bereich von Beeten oder für kurzgrasige Magerwiesen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst ab September.
Da die Samen mit nur 0,1282 mg sehr leicht sind, erfolgt die Vermehrung oft durch Windausbreitung; lass die verblühten Triebe für die Selbstaussaat stehen.
Gute Partnerin: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – sie kommt natürlich in den gleichen Lebensräumen vor und bietet dem Augentrost den passenden ökologischen Rahmen.
Der Steife Augentrost (Euphrasia stricta agg.) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in unserer Region weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte mit frischen, mäßig feuchten Bodenverhältnissen. Als krautige Pflanze bleibt er mit 0,16 m recht niedrig und verholzt nicht. Ein typisches Merkmal sind die breitblättrigen Laubblätter, die eine Fläche von etwa 25 mm² erreichen. Man findet ihn oft in Pflanzengesellschaften, die auf nährstoffarmen, mageren Böden gedeihen und so einen Kontrast zu überdüngten Flächen bilden.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →