Bild folgtKI-generierte IllustrationFagopyrum tataricum
Auch bekannt als: Tatarischer Buchweizen, Fagopyrum tataricum
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Tataren-Buchweizen sind seine herzförmigen, spitzen Blätter und die eher unauffälligen, grünlich-weißen Blütenstände, die in dichten Knäueln stehen. Als alte Kulturpflanze, die bereits vor Jahrhunderten zu uns kam (Archäophyt), ist er heute ein wertvoller Bestandteil für naturnahe Gärten. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) oder Boloria frigga profitieren von seinem Nektarangebot. Du wirst feststellen, dass diese robuste Pflanze wenig Ansprüche stellt und sich wunderbar für sonnige Beete eignet. Mit dem Tataren-Buchweizen holst du dir ein Stück Geschichte und echte Artenvielfalt direkt vor die Terrassentür.
Historischer Naturschatz: 0,49 m pure Lebensqualität für seltene Perlmuttfalter.
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Der ökologische Nutzen liegt vor allem in der Unterstützung spezialisierter Insektenarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Tataren-Buchweizen eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge wie den Alpen-Perlmuttfalter (Boloria alaskensis), Boloria frigga und Boloria angarensis. Seine Blütezeit von Juli bis September schließt eine Lücke im Hochsommer. Die Samen haben mit etwa 20 Milligramm ein schweres Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit), was bedeutet, dass sie oft als Nahrung für am Boden suchende Vögel dienen oder durch Tiere über kurze Distanzen verbreitet werden. Durch die Pilzsymbiose an den Wurzeln trägt die Pflanze zudem zur Bodengesundheit bei.
Der Tataren-Buchweizen wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Wirkstoffe, die bei empfindlichen Personen nach Verzehr und anschließendem Sonnenlicht Hautirritationen auslösen können. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240. Im normalen Gartenalltag ist der Kontakt mit der Pflanze jedoch unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.493 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Kraft entfalten kann.
Ellenberg Feuchte 6: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide längere Trockenperioden.
Ellenberg Nährstoffe 6: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngergaben reicht völlig aus.
Bodenreaktion 4: Die Pflanze bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
Pflanzzeit: Setze den Buchweizen im Frühjahr von April bis Mai, sobald der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane genau 0,49 m Platz in der Höhe ein, damit er nicht von größeren Nachbarn bedrängt wird.
Vermehrung: Die schweren Samen (Diasporen) sorgen oft für eine natürliche Selbstaussaat im direkten Umkreis.
Pilzsymbiose: Die Pflanze geht eine arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) ergänzt ihn ökologisch perfekt, da sie ähnliche Standorte besiedelt.
Der Tataren-Buchweizen (Fagopyrum tataricum) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und zur Gattung Buchweizen (Fagopyrum). In Mitteleuropa gilt er als Archäophyt – das ist eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas durch den Menschen eingeführt wurde. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist sonnige Standorte mit frischen (mäßig feuchten) Böden. Die krautige Pflanze ist nicht verholzend und bildet breite Blätter aus. Mit einer präzisen Wuchshöhe von 0,49 m bleibt er eher kompakt und ist daher auch für kleinere Gartenbereiche gut geeignet.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →