Bild folgtKI-generierte IllustrationFallopia dumetorum
Auch bekannt als: Heckenknöterich, Fallopia dumetorum
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Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Hecken-Flügelknöterich einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Typisch sind seine herzförmigen Blätter und die namensgebenden, zart geflügelten Früchte, die ab Juli an den kletternden Trieben erscheinen. Als heimischer Schlinger ist er ein Gewinn für naturnahe Gärten, da er vertikale Flächen begrünt, ohne dabei so aggressiv wie seine invasiven Verwandten zu sein. Von seinem Nektar profitieren spezialisierte Falter wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) oder Boloria frigga. Wenn du einen Zaun oder eine Hecke hast, die ein wenig wilden Charme und ökologischen Mehrwert vertragen kann, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Heimischer Kletterkünstler: 1.57 m Naturschutz für halbschattige Zaunplätze.
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Diese Kletterpflanze bietet wertvollen Lebensraum in der vertikalen Ebene. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge wie Boloria alaskensis, Boloria frigga und Boloria angarensis. Die leichten Samen mit einem Gewicht von 3.1157 mg werden im Winter gerne von Vögeln gefressen oder durch den Wind verbreitet. Zudem geht die Pflanze eine Symbiose mit Bodenpilzen ein, die man als AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) bezeichnet, was den Nährstoffkreislauf im Gartenboden verbessert. Durch ihre Blattfläche von 1314.9 mm² bietet sie zudem Deckung für kleine Gartentiere.
Bitte beachte, dass der Hecken-Flügelknöterich als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Bei Unsicherheiten oder Vergiftungserscheinungen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Optisch kann er mit anderen Knötericharten verwechselt werden, die jedoch oft massiver wachsen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.572 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), an dem die Pflanze vor der prallen Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Ideal ist ein Starkzehrer-Standort (nährstoffreicher/fetter Boden), gerne mit humoser Erde.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Ellenberg 5) gehalten werden; vermeide jedoch dauerhafte Staunässe.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane eine Rankhilfe ein, da die Pflanze eine Höhe von genau 1.57 m erreicht.
Pflege: Da sie nicht verholzt, kannst du abgestorbene Triebe im Spätwinter bodennah zurückschneiden.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch leichte Samen (3.1157 mg) selbst über den Wind.
Pflanzpartner: Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist ein idealer Nachbar, da er ähnliche Nährstoffansprüche hat und als natürliche Kletterstütze dient.
Der Hecken-Flügelknöterich (Fallopia dumetorum) gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist eine einjährige bis ausdauernde, krautige Pflanze. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt Waldränder, Gebüsche und Auwälder auf nährstoffreichen Böden. Eine morphologische Besonderheit ist der geflügelte Stiel der Frucht, der die Windausbreitung unterstützt. Im Gegensatz zu verholzenden Kletterpflanzen zieht er sich im Winter komplett zurück und treibt im Frühjahr aus seinem Wurzelstock neu aus.
3 Videos zu Hecken-Flügelknöterich



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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