Bild folgtKI-generierte IllustrationReynoutria compacta
Auch bekannt als: Fallopia japonica var. compacta
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Zwerg-Japan-Knöterich (Reynoutria compacta) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die rötlich überhauchten Stängel und die herzförmigen, festen Blätter bilden dichte, niedrige Teppiche. In Deinem Garten ist er vor allem deshalb wertvoll, weil er eine späte Blütenpracht bietet, von der spezialisierte Falter wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) profitieren. Obwohl er weniger wuchert als seine großen Verwandten, bleibt er eine markante Erscheinung, die Ordnung in wilde Ecken bringt. Du kannst ihn hervorragend nutzen, um sonnige Bereiche dauerhaft und pflegeleicht zu begrünen. Achte darauf, ihm genügend Raum zu geben, damit er seine Wirkung voll entfalten kann.
Blütenwunder im Spätsommer: Die kompakte Kraftquelle für seltene Perlmuttfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Perlmuttfalter. Besonders der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis), der Polar-Perlmuttfalter (Boloria frigga) und die Art Boloria angarensis besuchen die Blüten. Da die Pflanze eine Symbiose mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) eingeht, trägt sie zur Stabilität des Boden-Ökosystems bei. Die dichten Blattbestände bieten zudem Schutz für kleine Amphibien und Insekten während der Sommermonate. Durch die späte Blütezeit stellt sie Energie bereit, wenn viele andere Gartenpflanzen bereits verblüht sind.
Beim Gärtnern ist zu beachten, dass der Zwerg-Japan-Knöterich als nicht kindersicher eingestuft wird. Ein vorsichtiger Umgang ist daher ratsam, insbesondere wenn kleine Kinder im Garten spielen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende Dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Standort: Wähle einen hellen Platz in der vollen Sonne (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre typische Färbung entwickelt.
Boden: Er bevorzugt frische, also mäßig feuchte Erde (Feuchtewert 6), die nie ganz austrocknen sollte.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) reicht normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung völlig aus.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 5) ist ideal für das Wachstum.
Pflege: Schneide die vertrockneten Stängel erst im Spätwinter zurück, um die Basis vor Frost zu schützen.
Vermehrung: Der Wurzelstock kann im zeitigen Frühjahr geteilt werden, um die Pflanze zu verjüngen.
Gute Partnerin: Die Echte Zaunwinde (Calystegia sepium) – sie teilt die Vorliebe für frische Böden und bildet einen natürlichen Kontrast am Zaun.
Der Zwerg-Japan-Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist eine kompakte Verwandte der größeren Flügelknöteriche. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz wird er oft in Gärten kultiviert, da er mäßig warme Standorte bevorzugt. Sein natürlicher Lebensraum umfasst frische, neutrale Böden, wobei er eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM), also eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen, eingeht. Ein markantes Merkmal sind die aufrechten Blütenrispen (verzweigte Blütenstände), die über dem dichten Laub stehen.
2 Videos zu Zwerg-Japan-Knöterich


3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →