Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca arundinacea
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Schon von weitem fällt der Rohr-Schwingel (Festuca arundinacea) durch seinen kräftigen, horstbildenden Wuchs und die für ein Schwingelgras ungewöhnlich breiten Blätter auf. In deinem Naturgarten übernimmt dieses Gras eine wichtige Rolle als Kinderstube für Schmetterlinge, da seine Halme und Blätter als wertvolle Nahrung dienen. Besonders der Rostfarbene Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) profitieren von seiner Anwesenheit. Mit einer stabilen Höhe von 0,72 m gibt er Beeten Struktur, ohne andere Pflanzen zu erdrücken. Wenn du eine robuste, heimische Basis für deine Pflanzung suchst, ist dieses Gras eine hervorragende Wahl.
Stabiler Horstkünstler: Ein wichtiges Refugium für heimische Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungs- und Beobachtungsdaten ist der Rohr-Schwingel eine essenzielle Futterpflanze für verschiedene Falterarten. Besonders Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Schwarzmilde Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen das Gras. Auch seltenere Arten wie der Mittelmeer-Hesperide (Gegenes nostrodamus) oder Pelopidas thrax werden in Verbindung mit diesem Gras genannt. Die leichten Samen dienen im Herbst und Winter zudem als Nahrung für Vögel. Durch seine Struktur bietet das Gras zudem Schutzraum für bodennah lebende Insekten und Spinnen.
Bitte beachte, dass der Rohr-Schwingel in Fachverzeichnissen als nicht kindersicher eingestuft wird. Das liegt primär an den scharfkantigen Blättern, an denen man sich bei unvorsichtiger Handhabung kleine Schnittwunden zuziehen kann. Für Haustiere ist das Gras hingegen in der Regel unbedenklich, solange sie nicht empfindlich auf die mechanische Reizung der Halme reagieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.724 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz mit ausreichend Licht, idealerweise in der Sonne oder im lichten Halbschatten.
Boden: Er bevorzugt normale bis feuchte Gartenböden, kommt aber dank seiner Robustheit mit vielen Standorten zurecht.
Pflanzzeit: Setze das Gras am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflanzabstand: Halte etwa 40 bis 50 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein, damit sich der Horst gut entwickeln kann.
Wuchshöhe: Das Gras erreicht zuverlässig eine Höhe von 0,72 m.
Pflege: Schneide die alten Halme erst im späten Winter vor dem Neuaustrieb zurück, um Insekten einen Überwinterungsort zu bieten.
Vermehrung: Eine Selbstaussaat ist möglich, da die leichten Samen (2,073 mg) durch den Wind verbreitet werden.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – beide schätzen die Feuchtigkeit und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Rohr-Schwingel gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem wechselfeuchte Wiesen und Uferbereiche, wobei er als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) fest in unserer Flora verwurzelt ist. Morphologisch zeichnet er sich durch eine beachtliche Blattfläche von 1941,67 mm² aus und ist nicht verholzt. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Mykorrhiza (AM - Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die das Gras im Boden bei der Nährstoffaufnahme unterstützen.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →