Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca patzkei
Auch bekannt als: Patzke-Schwingel, Festuca patzkei
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für Patzkes Schwingel sind seine dichten, borstlich-feinen Blätter, die kompakte, bläulich-grüne Horste (Pflanzenpolster, die keine Ausläufer bilden) formen. Da diese Art mit dem Status der Roten Liste 1 als vom Aussterben bedroht gilt, holst du dir eine echte botanische Rarität in den Garten. Du unterstützt damit gezielt seltene Schmetterlinge wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), dessen Raupen auf solche Gräser angewiesen sind. Mit diesem Gras beweist du Mut zur Wildnis und förderst eine Art, die in der freien Natur kaum noch eine Chance hat. Wenn du einen sonnigen Platz frei hast, wird dich dieser Schwingel durch seine Genügsamkeit begeistern.
Rarität im Garten: Rette den vom Aussterben bedrohten Patzkes Schwingel.
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Dieses Gras ist eine wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) von diesem Lebensraum. Auch für den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und den seltenen Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) stellt die Pflanze eine wichtige Basis dar. Da die Samen im Winter an den Halmen verbleiben, dienen sie Vögeln als Nahrung in der kargen Jahreszeit. Durch die Pflanzung dieser vom Aussterben bedrohten Art trägst du aktiv zum Erhalt der genetischen Vielfalt bei.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze selbst ist ungiftig, wird jedoch aufgrund der scharfkantigen Blätter als nicht uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Beim unvorsichtigen Hantieren oder Spielen können kleine Schnittwunden an den Händen entstehen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Suche dir einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem, eher magerem Boden aus.
Die Pflanze verträgt Trockenheit sehr gut; Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
Als Pflanzzeit eignen sich das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Art an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Schneide das Gras im Herbst nicht zurück, sondern lass die Halme als Winterschutz und Lebensraum stehen.
Im zeitigen Frühjahr kannst du abgestorbene Halme vorsichtig mit den Händen ausputzen.
Die Vermehrung ist durch Teilung der Horste im Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend.
Patzkes Schwingel gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz als indigene (einheimische) Art beheimatet. Er wächst bevorzugt an extremen Standorten wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), die durch Nährstoffarmut geprägt sind. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre Horstbildung und die schmalen, eingerollten Blätter aus, was eine Strategie zur Verdunstungsminimierung darstellt. Als Mykorrhiza-Partner nutzt er arbuskuläre Mykorrhizapilze (eine Symbiose zwischen Pilz und Wurzel zur besseren Nährstoffaufnahme), was ihn besonders widerstandsfähig macht.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →