
Festuca rubra
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Rot-Schwingel, fétuque rouge
Artengruppe
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An den rötlich überlaufenen Halmbasen und den feinen, borstenartigen Blättern lässt sich der Rot-Schwingel (Festuca rubra) sofort erkennen. Dieses Gras ist ein stiller Held im Naturgarten, da es als unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Falter dient. Unter anderem profitiert das Schachbrett (Melanargia galathea) direkt von seiner Anwesenheit. Wenn du eine robuste und ökologisch wertvolle Alternative zum Einheitsrasen suchst, liegst du mit dieser Art genau richtig. Sie ist die Basis für ein funktionierendes Ökosystem direkt vor deiner Terrassentür. Mit der Pflanzung schaffst du echten Lebensraum für bedrohte Arten.
Unverzichtbare Kinderstube: Das Lebenselixier für das Schachbrett-Schmetterling.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist der Rot-Schwingel eine der wichtigsten Raupenfutterpflanzen für heimische Schmetterlinge. Besonders der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) und die Weißfleck-Graseule (Mythimna conigera) sind auf dieses Gras angewiesen. Auch das Schachbrett (Melanargia galathea) nutzt die Blätter zur Eiablage und als Nahrung für seine Raupen. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als wertvolle Futterquelle für Vögel. Durch seinen dichten Wuchs bietet er zudem Schutz und Überwinterungsmöglichkeiten für zahlreiche Laufkäfer und andere Nützlinge.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Wähle einen Standort in der Sonne oder im lichten Halbschatten.
Der Boden sollte durchlässig sein, wobei die Art sehr anpassungsfähig an verschiedene Bodenbeschaffenheiten ist.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung offen und frostfrei ist.
Eine Vermehrung ist leicht durch Teilung der Horste (Pflanzenstöcke) im Frühjahr möglich.
Gieße junge Pflanzen regelmäßig an, bis sie ein tiefes Wurzelsystem entwickelt haben.
Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, damit die Halme als Winterschutz für Nützlinge dienen.
In Wiesenbereichen reicht eine Mahd ein- bis zweimal im Jahr völlig aus.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) - beide Arten teilen sich gerne den Platz in der Magerwiese und fördern gemeinsam die Insektenvielfalt.
Der Rot-Schwingel (Festuca rubra) ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Artengruppe aus der Familie der Süßgräser. Er ist als indigen (ursprünglich einheimisch) eingestuft und gilt laut Roter Liste als ungefährdet. Typischerweise besiedelt er ein breites Spektrum von Lebensräumen, von Magerrasen (nährstoffarmen Wiesen) bis hin zu lichten Wäldern. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet er sich durch einen horstbildenden oder ausläufertreibenden Wuchs aus, was ihn besonders trittfest und regenerationsfähig macht.
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_290467891
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