Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca supina
Auch bekannt als: Festuca supina
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Kleine Schwingel (Festuca supina) durch seine dichten, borstlichen und blaugrünen Blatthorste (büschelartige Wuchsform) auf. Dieses zierliche Süßgras ist eine echte Seltenheit und wird auf der Roten Liste als extrem selten (R) geführt. In deinem Garten schaffst du mit ihm einen wertvollen Rückzugsort für spezialisierte Falter wie den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) oder den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus). Da er kaum Ansprüche stellt, ist er perfekt für karge, sonnige Ecken geeignet. Trau dich ruhig an diesen alpinen Überlebenskünstler heran, er bereichert deine Artenvielfalt enorm.
Extrem seltene Alpen-Schönheit: Ein sicherer Hafen für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wichtige Lebensgrundlage für verschiedene Dickkopffalter. Arten wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen die Bestände als Lebensraum. Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und seltenere Arten wie der Blauschwarze Dickkopffalter (Pelopidas thrax) oder der Borbonen-Dickkopffalter (Borbo borbonica) profitieren von der Struktur dieses Grases. Da der Kleine Schwingel oft in Gebieten vorkommt, in denen kaum andere Pflanzen überdauern, ist er ein unersetzlicher Baustein für die lokale Biodiversität.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den sehr harten, borstigen Blättern, die bei unvorsichtiger Berührung kleine Schnittwunden an der Haut verursachen können. Achte darauf, dass kleine Kinder nicht mit dem Gesicht in die Nähe der spitzen Halme geraten. Im Zweifelsfall erhältst du beim Giftnotruf 0228 19 240 weitere Informationen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Licht am Tag.
Der Boden sollte extrem mager und durchlässig sein; mische bei Bedarf viel Sand oder feinen Kies unter.
Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) musst du unbedingt vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen.
Pflanzzeit Frühling: Setze das Gras idealerweise zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch September bis November ist geeignet, solange der Boden noch offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit die Horste gut zur Geltung kommen.
Düngen ist nicht erforderlich, da das Gras an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Im Spätwinter kannst du vertrocknete Halme vorsichtig mit den Fingern auskämmen.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt die Vorliebe für karge Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Kleine Schwingel gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in den Hochgebirgen Deutschlands und Österreichs heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Urgesteinsrasen und Felsfluren der alpinen Stufe (Höhenstufen über der Baumgrenze). Charakteristisch ist der polsterartige Wuchs mit sehr schmalen, fast fadenförmigen Blättern, die ihn vor Verdunstung schützen. Als indigen bezeichnet man Pflanzen wie diesen Schwingel, die ohne menschliches Zutun in unserer Region heimisch sind. Durch seine Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) kann er auch auf ärmsten Böden überdauern.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →