Bild folgtKI-generierte IllustrationFilago germanica
Auch bekannt als: Filago germanica
Artengruppe
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Deutsche Filzkraut an seinem dichten, silbrig-weißen Filz, der die gesamte Pflanze wie eine schützende Wolle einhüllt. Da die Art in der Natur auf der Roten Liste steht, holst du dir mit ihr eine echte Rarität in den Garten. Besonders wertvoll ist sie als Kinderstube: Sie dient dem Distelfalter (Vanessa cardui) als wichtige Raupenfutterpflanze. Auch seltene Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) finden hier Nahrung. Wenn du einen sonnigen, kargen Platz hast, ist dieses Kraut ein faszinierender Hingucker. Probiere es aus und hilf dabei, diese gefährdete Art zu erhalten.
Silberner Überlebenskünstler und unverzichtbare Wiege für den Distelfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Deutsche Filzkraut eine wichtige Anlaufstelle für bedrohte Falterarten. Neben dem Distelfalter (Vanessa cardui), dessen Raupen sich von den Blättern ernähren, profitieren Schmetterlinge wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) von der Pflanze. Auch der Ostöstliche Steppenscheckenfalter (Melitaea ornata) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) besuchen die kleinen Blütenkörbchen. Da die Art in der freien Landschaft selten geworden ist, wirkt dein Garten als wichtiges Trittbiotop (vernetzender Lebensraum zwischen isolierten Vorkommen). Die feinen Samen bieten zudem eine winzige, aber nahrhafte Energiequelle für überwinternde Insekten in den hohlen Stängeln.
Bitte beachte, dass das Deutsche Filzkraut laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, sollten kleine Kinder beim Kontakt mit der Pflanze beaufsichtigt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte sicherheitshalber an den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Das Filzkraut benötigt einen vollsonnigen Standort auf sehr magerem Boden.
Ideal ist ein Platz im Steingarten oder auf einer offenen Sandfläche mit hoher Durchlässigkeit.
Die Pflanze ist ein Trockenheitskünstler und kommt mit sehr wenig Wasser aus, da die Behaarung vor Verdunstung schützt.
Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden offen ist.
Vermeide jegliche Düngung, da die Pflanze sonst von wüchsigeren Arten verdrängt wird.
Da sie meist einjährig wächst, solltest du die verblühten Stände für die Selbstaussaat unbedingt stehen lassen.
Die Wurzeln bilden eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen), was sie widerstandsfähig macht.
Eine Vermehrung durch Aussaat im März direkt an Ort und Stelle ist unkompliziert.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme, sandige Böden.
Auch das Berg-Sandglöckchen (Jasione montana) passt ökologisch hervorragend dazu, da es ähnliche Standortansprüche hat.
Das Deutsche Filzkraut (Filago germanica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) und in Deutschland sowie Österreich heimisch. Die Pflanze besiedelt bevorzugt Pionierstandorte (offene, nährstoffarme Erstbesiedlungsflächen) und ist an ihrer charakteristischen gabeligen Verzweigung erkennbar. Trotz ihrer Unscheinbarkeit ist sie ein hochspezialisierter Überlebenskünstler auf trockenen Böden. In der Natur ist sie aufgrund schwindender Lebensräume bereits gefährdet (Rote Liste 3).
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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