Bild folgtKI-generierte IllustrationFilago germanica
Auch bekannt als: Filago germanica
Artengruppe
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren silbrig-weißen, filzigen Blättern lässt sich das Deutsche Filzkraut (Filago germanica) sofort erkennen. Da diese Art auf der Roten Liste mit der Stufe 3 geführt wird, leistest du in deinem Garten einen direkten Beitrag zum Erhalt einer gefährdeten Schönheit. Besonders spannend: Die Pflanze dient als wichtige Kinderstube für den Distelfalter (Vanessa cardui), dessen Raupen hier Nahrung finden. Auch seltene Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) profitieren von ihrem Vorkommen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.24 m passt sie perfekt in kleine Lücken oder Steingärten. Wenn du einen sonnigen, kargen Platz hast, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Silberner Überlebenskünstler: Unverzichtbare Kinderstube für den Distelfalter.
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In der ökologischen Vernetzung spielt das Filzkraut eine spezialisierte Rolle. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist es eine wichtige Nahrungsquelle für Scheckenfalter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), den Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) und den Berber-Scheckenfalter (Melitaea aetherie). Auch der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) besucht die Blüten. Besonders hervorzuheben ist die Funktion als Raupenfutterpflanze für den Distelfalter (Vanessa cardui). Die Pflanze geht zudem eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) ein, was die Bodenstabilität fördert. Durch die lange Blütezeit von Mai bis September bietet sie über Monate hinweg eine konstante Ressource in kargen Lebensräumen.
Du solltest beachten, dass das Deutsche Filzkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind, empfiehlt es sich, Kinder im Garten anzuleiten, die Pflanze nicht in den Mund zu nehmen. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.235 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in voller Sonne (Lichtwert 8), ideal sind Plätze mit mindestens 6 bis 8 Stunden direktem Licht.
Der Boden muss mager und nährstoffarm sein (Nährstoffwert 2); arbeite bei Bedarf Sand oder feinen Kies ein.
Achte auf einen trockenen Standort (Feuchtewert 3), da die Art empfindlich auf zu viel Nässe reagiert.
Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 5) ist für die Entwicklung optimal.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Pflanzstelle offen und frei von stark wuchernden Nachbarn, da das Filzkraut wenig konkurrenzstark ist.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und würde der Pflanze eher schaden.
Lasse die Samenstände über den Winter stehen, damit sich die leichten Diasporen (Samen) von selbst versäen können.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie liebt die gleichen trockenen, sandigen Böden und setzt farbliche Akzente zum Silbergrau.
Das Deutsche Filzkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und Österreich als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Brachflächen. Typisch für diese krautige Pflanze ist die dichte, weißwollige Behaarung, die sie vor starker Sonneneinstrahlung schützt. Die winzigen Blütenköpfe sitzen in knäueligen Gruppen am Ende der Zweige. Botanisch wird sie oft als Indikator für nährstoffarme, neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse angesehen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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