Bild folgtKI-generierte IllustrationFilago minima
Auch bekannt als: Kleines Filzkraut
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Zwerg-Filzkraut (Filago minima) durch seinen silbrig-grauen Filzbelag und den extrem zierlichen Wuchs von nur 0,1 m Höhe. In deinem Garten ist dieser kleine Überlebenskünstler ein wertvoller Spezialist für extrem magere, trockene Stellen, die sonst oft kahl bleiben. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von dieser heimischen Art. Wenn du eine sandige Ecke oder eine kiesige Auffahrt hast, leistest du mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum Artenschutz. Du wirst staunen, wie viel Leben auf so kleinem Raum entstehen kann, wenn du dem Filzkraut ein Plätzchen gönnst.
Kleiner Überlebenskünstler: Nur 0,1 m hoch und ein Magnet für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Zwerg-Filzkraut eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata), nutzt die Pflanze intensiv. Auch für den Wanderfalter Amerikanischer Distelfalter (Vanessa virginiensis) stellt sie eine wichtige Ressource dar. Da die Samen mit nur 0,03 mg extrem leicht sind, dient die Pflanze als Paradebeispiel für die Fernausbreitung durch den Wind. In einem Naturgarten schließt sie ökologische Lücken an Standorten, die für die meisten anderen Pflanzen zu trocken und nährstoffarm sind.
Bitte beachte, dass das Zwerg-Filzkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du die Pflanze außerhalb der Reichweite von Kleinkindern halten und den Kontakt mit den Schleimhäuten vorsichtshalber vermeiden. In einem reinen Naturgarten oder Steingarten ist sie jedoch unbedenklich zu kultivieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.095 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 9), an dem die Pflanze mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden muss extrem nährstoffarm sein (Schwachzehrer); mische bei fetten Böden reichlich Sand oder Kies unter.
Achte auf Trockenheit (Feuchtegrad 2), denn Staunässe führt unweigerlich zum Faulen der Wurzeln.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in den offenen Boden.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 10 bis 15 cm ein, damit die kleinen Pflanzen nicht von Nachbarn überwachsen werden.
Lasse die verblühten Köpfchen im Herbst unbedingt stehen, damit sich die winzigen Samen (0,03 mg) durch den Wind verteilen können.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nach der Samenreife natürlich abstirbt.
Gute Partnerin: Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) ist ideal, da sie die gleichen sandigen Standorte liebt und das silbrige Bild ergänzt.
Das Zwerg-Filzkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und der Schweiz weit verbreitet, aber oft übersehen. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lückige Sandmagerrasen auf kalkarmen Böden. Morphologisch fällt die Pflanze durch ihre dichte, weißfilzige Behaarung auf, die als effektiver Verdunstungsschutz dient. Als einjährige, krautige Pflanze schließt sie ihren Lebenszyklus innerhalb eines Jahres ab und sichert ihren Fortbestand durch reichliche Selbstaussaat. Trotz ihrer Seltenheit in intensiv genutzten Landschaften gilt sie nach der Roten Liste derzeit als nicht gefährdet.
1 Video zu Zwerg-Filzkraut
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →