Bild folgtKI-generierte IllustrationFilago pyramidata
Auch bekannt als: Filago pyramidata, Niederliegendes Filzkraut
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem dichten, silbrig-grauen Filzkleid, das die gesamte Pflanze vor Verdunstung schützt, lässt sich das Spatelblättrige Filzkraut (Filago pyramidata) sofort erkennen. Diese kleine Kostbarkeit ist ein Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) und in unseren Gärten leider extrem selten geworden. Mit ihrer Anwesenheit unterstützt du spezialisierte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Spanischen Maivogel (Euphydryas desfontainii). Wenn du einen sehr trockenen, sonnigen Platz hast, gibst du dieser vom Aussterben bedrohten Art eine echte Überlebenschance. Trau dich ruhig an diesen Spezialisten heran – er ist pflegeleichter, als sein seltener Status vermuten lässt.
Rote-Liste-Retter: Ein 15 cm kleines Wunder für seltene Scheckenfalter.
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Für spezialisierte Schmetterlinge ist dieses Filzkraut eine lebenswichtige Ressource. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Bündner Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) von dieser Pflanze. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) nutzen sie als Nahrungsquelle. Die sehr leichten Samen (nur 0,048 mg) werden vom Wind verbreitet und können so neue Lebensräume besiedeln. In einem naturnahen Garten schließt die Pflanze wichtige Lücken auf offenen Bodenstellen. Da sie von Juli bis September blüht, bietet sie in der oft trockenen Hochsommerzeit ein wichtiges Angebot.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle bekannt sind, solltest du darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.154 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle den sonnigsten Platz im Garten (Lichtwert 9), mindestens 8 Stunden direkte Sonne sind ideal.
Wärme: Die Pflanze ist extrem wärmeliebend (Temperaturwert 9), eine windgeschützte Südlage ist perfekt.
Boden: Magere, sandige oder kiesige Böden ohne Staunässe sind Pflicht; dünne niemals nach.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Mit 0,15 m bleibt sie sehr niedrig, setze sie daher an den Rand, damit sie nicht von Gräsern überwachsen wird.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, die Pflanze versamt sich bei offenem Boden meist selbst.
Vermehrung: Die extrem leichten Samen verbreiten sich durch den Wind, lass die Fruchtstände daher bis zum Spätherbst stehen.
Partner: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen kargen Bodenverhältnisse und die pralle Sonne schätzt.
Das Spatelblättrige Filzkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Brachen, die heute immer seltener werden. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,15 m und zeichnet sich durch ihre spatelförmigen Blätter aus. Besonders auffällig ist die dichte, wollige Behaarung, die eine Anpassung an extreme Hitze darstellt. Da sie auf der Roten Liste in Kategorie 1 geführt wird, gilt sie als vom Aussterben bedroht.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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